Mist des Tages: Branchensprecher des Fahrzeughandels: „Zwangsverordnete Maßnahmen unter dem Deckmantel Klimaschutz“

9.1.2016
Fahrzeughandel kritisiert Vorschläge zur massiven Einschränkung der Mobilität

Wien - Josef Schirak, Sprecher des Fahrzeugeinzelhandels im Bundesgremium Fahrzeughandel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), kritisiert die Vorschläge von Karl Aiginger, Leiter des Österreichischen Wirtschaftsforschungsinstitutes (Wifo). Nicht nur, dass Aiginger fordert, in Österreich dürfe ab dem Jahr 2016 kein Haus mehr mit fossilen Energiesystemen gebaut werden, also keine Öl- und keine Gasheizungen bei Neubauten mehr quasi ab sofort. „Im gleichen Atemzug nennt er natürlich - wie könnte es anders sein – auch drastische Einschränkungen bzw. Umstellungen im Bereich Mobilität“, so Schirak: „So sollen zum Beispiel sämtliche mit Diesel oder Benzinmotor betriebenen Dienstfahrzeuge, Taxis, der gesamte Fuhrpark des öffentlichen Dienstes und darüber hinaus sämtliche Abschreibmöglichkeiten von Firmenwagen ebenfalls bereits mit Anfang 2016 mehr oder weniger verboten werden.“

Und weiter: „So stellt sich ein österreichischer Wirtschaftsforscher also Energiesparmaßnahmen in Erfüllung der Vorgaben durch die Weltklimakonferenz vor“, schäumt der Branchensprecher: „Klimaverbesserungsmaßnahmen ja, aber mit entsprechendem Gefühl für Umsetzbarkeitszeiträume und wirtschaftliche Zusammenhänge statt zwangsverordneter Maßnahmen unter dem Deckmantel Klimaschutz.“

Es sei zwar davon auszugehen, „dass eine derart drastische Veränderung einen gewaltigen Investitionsschub auslösen würde, den wir zugegebenermaßen derzeit dringend brauchen würden, aber damit wäre wohl auch eine ebenso umfangreiche und unnötige Vernichtung bestehender Strukturen und Ressourcen sowie eine weitere Arbeitsplatzvernichtung in weitem Bereichen unserer Volkswirtschaft verbunden“, hebt Schirak hevor.

„Die derzeitigen Kfz-Mechaniker oder Industriearbeiter verwandeln sich ebenso wenig auf Knopfdruck in Elektroniker oder Wärmetechniker wie aus 4,8 Millionen Pkw und Kombis nicht durch Fingerschnippen alternativangetriebene Fahrzeuge werden“, gibt Josef Schriak zu bedenken: „Und abgesehen davon: „Wer zahlt all das bzw. wer kann oder will sich die angedachten Zwangsmaßnahmen leisten?“



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