© Kleinwasserkraft Österreich  / Paul Ablinger Geschäftsführer Kleinwasserkraft Österreich
© Kleinwasserkraft Österreich / Paul Ablinger Geschäftsführer Kleinwasserkraft Österreich

Von Konflikten zu Lösungen: Kleinwasserkraft ebnet Weg für nachhaltiges Wasser-Management

Kleinwasserkraft als Gamechanger für Klimavorsorge und Gewässerschutz

Seit seiner Einführung im Jahr 1993 dient der Weltwassertag als jährliche Erinnerung an die Bedeutung des Wassers für das Leben auf unserem Planeten. Das Motto des diesjährigen Weltwassertages, "Leveraging Water for Peace", betont die Rolle des Wassers als Quelle des Lebens und als potenzieller Konfliktherd in Zeiten der Knappheit. In diesem Kontext hebt Kleinwasserkraft Österreich die Bedeutung der Kleinwasserkraftwerke für den Gewässerschutz und die nachhaltige Energiegewinnung hervor. Ein guter ökologischer Gewässerzustand und die Nutzung von Kleinwasserkraftwerken können Hand in Hand gehen. Durch innovative Technologien und nachhaltige Praktiken zeigt die Branche, wie Energiegewinnung und Klima- und Naturschutz erfolgreich vereint werden können.

"Die Kleinwasserkraft-Branche nimmt ihre Verantwortung ernst, unsere heimischen Wasserschätze und die darin lebenden Lebewesen zu erhalten", so Paul Ablinger, Geschäftsführer des Vereins Kleinwasserkraft Österreich.

Kleinwasserkraftwerke spielen heute eine wichtige Rolle in der ökologischen Durchgängigkeit von Gewässern. Durch Fischaufstiegshilfen und andere Schutzmaßnahmen tragen Kleinwasserkraftwerke auch zur Erhaltung der Biodiversität bei, indem sie natürliche Lebensräume schützen und die ökologische Vernetzung der Gewässersysteme fördern.

Auch Daten der BOKU Wien (Vorstudie ÖkoReSch) zeigen, dass Kleinwasserkraftwerke keine Veränderung bei Makrozoobenthos zeigen: In Summe wurden an Gletscherbächen (n=292) und Quellbächen (n=446) der Vergleich von unbeeinflusster Vollwasserstrecke und Restwasserstrecke angestellt. Dabei war in der Restwasserstrecke die Anzahl der Taxa, sprich der Anzahl der verschiedenen Gruppen oder Kategorien in der biologischen Klassifikation, praktisch unverändert, tendenziell sogar höher. Eine Verschlechterung konnte jedenfalls nicht festgestellt werden. Nachhaltige Kleinwasserkraft ist heute mit einem guten ökologischen Gewässerzustand machbar. Das zeigen auch die Daten des Monitorings am Saldurbach in Südtirol: Seit 2009 wurden dort monatlich Untersuchungen der Makroinvertebraten (wirbellose Tiere ab einer Größe von ca. 1 mm) durchgeführt. Im Jahr 2015 wurde ein Wasserkraftwerk errichtet. Daten, die bis zum Jahr 2019 reichen, zeigen keine auf das Kraftwerk zurückzuführende Veränderung bei den Organismen. Bei ausreichend Restwasser nehmen Makroinvertebraten keinen Schaden.

Über den Verein Kleinwasserkraft Österreich:

Als gemeinnütziger Verein vertritt Kleinwasserkraft Österreich die Interessen der Kleinwasserkraftbranche (Kleinwasserkraftbetreiber, -planer und -zulieferindustrie) und setzt sich für Wasserkraft als saubere und emissionsfreie Form der Elektrizitätserzeugung in Österreich ein. Mit 4.000 Anlagen stellen Kleinwasserkraftwerke zehn Prozent des österreichischen Strombedarfs, versorgen 1,7 Millionen Haushalte und sparen jährlich sechs Millionen Tonnen CO2 ein. Kleinwasserkraft ist aktiver Klimaschutz und das Rückgrat der erneuerbaren Stromerzeugung in Österreich. Alle Informationen unter: www.kleinwasserkraft.at

Quelle: Kleinwasserkraft Österreich



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Artikel Online geschaltet von: / Doris Holler /