© oekonews- Solarthermische Großanlage bei den Wasserwerken Andritz
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Klima- und Energiefonds gewinnt internationalen Solarpreis

Internationale Energieagentur (IEA) prämiert Klima- und Energiefonds für das beste Solarthermie-Förderprogramm

Der renommierte SHC SOLAR AWARD der Internationalen Energieagentur, der jährlich herausragende Leistungen im Bereich der Solarthermie kürt, geht in diesem Jahr an den Klima- und Energiefonds. Sein Förderprogramm für solare Großanlagen zeichnet sich durch seine umfassende Strategie aus und setzt drei gezielte Maßnahmen: finanzielle und technische Unterstützung, Qualitätssicherung und Kommunikation. Geschäftsführer Ingmar Höbarth, nahm den Preis im Namen des Klima- und Energiefonds auf der Solar-Konferenz der Internationalen Energieagentur in Abu Dhabi entgegen.

"Der Klima- und Energiefonds hat das Potenzial großflächiger Solaranlagen für die österreichische Wirtschaft erkannt und ein innovatives Förderprogramm geschaffen, das den Marktausbau von solaren Großanlagen vorantreibt", unterstreicht Ken Guthrie, Vorsitzender des IEA Solar Heating and Cooling Programme (IEA SHC).

Der IEA SHC Solar Award wird an eine Einzelperson, ein Unternehmen oder eine private/öffentliche Institution verliehen, die herausragende Leistungen im Bereich der solaren Heizung und Kühlung erbracht hat. Mit der diesjährigen Auszeichnung prämiert die Internationale Energieagentur nicht nur ein erfolgreich umgesetztes Förderprogramm, sondern auch ein System, das wegweisend für die zukünftige Klimapolitik anderer Länder sein soll.

"Dieser Preis zeigt einmal mehr, dass der Klima- und Energiefond ein wirksames Instrument ist, um Österreich zum europäischen Vorreiter der Energie- und Mobilitätswende zu machen. Österreichische Umwelttechnik, vor allem die Solarbranche, zählt heute zu den innovativsten der Welt und ist ein wichtiger Wirtschaftszweig für uns. Mit der Förderung des Klima- und Energiefonds unterstützen wir die heimischen Betriebe und schaffen green jobs im Land . "freut sich Umweltminister Andrä Rupprechter über die Bestätigung der IEA.

"Es ist eine große Ehre für den Klima- und Energiefonds, den SHC SOLAR AWARD 2017 zu erhalten. Wir freuen uns besonders über diese internationale Anerkennung und hoffen, mit unseren Projekten auch weiterhin über die Grenzen hinaus zu zeigen, dass eine klimaneutrale Zukunft möglich ist, wenn wir innovative Technologien unterstützen und rasch umsetzen. Ich bin überzeugt, dass unsere Initiative international Schule machen wird", bedankt sich Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds.

Erfolg des Förderprogramms

Seit der Einführung des Förderprogramms für solare Großanlagen bis 10.000 m2 des Klima- und Energiefonds im Jahr 2010, wurden 161 solarthermische Anlagen für den Einsatz von Solarwärme in Produktionsbetrieben, Wärmenetzen und zur Beheizung und Kühlung von Gewerbegebäuden errichtet. Insgesamt summieren sich diese Projekte auf 60.061 m² Kollektorfläche und verhindern damit jährlich rund 8.426 Tonnen CO2-Emissionen. Das Förderbudget des Klima- und Energiefonds beläuft sich auf rund 16,5 Millionen Euro, was eine durchschnittliche Förderung von 39 Prozent pro System ausmacht.

Um das Betriebsverhalten der Wärmeversorgungssysteme zu untersuchen, wurden 88 Projekte für mindestens ein Betriebsjahr einem Monitoring unterzogen. Dabei wurden Daten zur solarthermischen Anlage sowie zur Integration und Interaktion mit der gesamten Wärmeversorgung gesammelt. Die bisherigen Erkenntnisse kommen nicht nur der gesamten Solarthermie-Industrie zugute, sondern auch den einzelnen Systembetreibern, denn die detaillierte Analyse zeigt auch potentielle Optimierungen auf.

Der Klima- und Energiefonds zeigt, dass ein innovativer, vielschichtiger Ansatz zur Förderung von solaren Großanlagen für Industrie, Fernwärme und -kältenetze sowie Gewerbebauten die Marktentwicklung einer erneuerbaren Technologie mit erheblichem wirtschaftlichen Potenzial wirkungsvoll unterstützen kann.

Über das IEA Solar Heating and Cooling Programme (IEA SHC)

* IEA SHC wurde 1977 gegründet.
* Die Ziele des Programms sind kooperative Forschung, Entwicklung, Verbreitung und Austausch von Informationen über solare Heiz- und Kühlsysteme.
* 21 Länder, die Europäische Kommission und fünf internationale Organisationen sind Mitglieder der IEA SHC.

Zusätzliche Informationen: www.iea-shc.org



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