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Großer Ansturm auf die 8. Österreichische PVA-Speichertagung

Österreich ist im Speicherzeitalter angekommen, soviel scheint fix

Speicher sind immer mehr ein Thema, wie die 8. Speichertagung des Bundesverbandes Photovoltaic Austria (PVA) aufzeigte. Die Veranstaltung am 10. Oktober 2017, die gemeinsam mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) sowie dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation & Technologie (BMVIT) abgehalten wurde, zeichnete sich neben der hohen Teilnehmerzahl von über 400 Personen sowie 22 Ausstellern durch die vielfältigen Themen aus. Der Themenbogen reichte von der kleinen Ökostromnovelle über die Innovationen im ElWOG bis zu den Speichermaterialien der Zukunft, bis zu den Einsatzmöglichkeiten der Blockchain-Technologie zur Vernetzung der Stromspeicher und bis zum Thema Zusammenspiel von Hochspannungsnetz und Speichern.

Bettina Bergauer, die in Vertretung des Umweltministers die Details der aktuellen Entwicklungen aufzeigte, präsentierte stolz die Zahl von über 53.000 PV-Anlagen mit 300 MW Leistung, die in zehn Jahren des Bestehens des Klimafonds gefördert wurden. Der Schwerpunkt des Umweltministeriums liegt vor allem in der Unterstützung der Implementierung von Projekten. So geht das Umweltministerium der Frage nach, ob Stromspeicher in privaten Haushalten optimal sind, oder ob Quartierspeicher eine effizientere Lösung darstellen.

Michael Hübner, in Vertretung des Verkehrsministers, erläuterte, dass Stromspeicher in den Strategien und Programmen des BMVIT eine wichtige Rolle spielen. Das Ministerium unterstützt insbesondere Forschung und Entwicklung zur Integration von Speichern im Energiesystem. In diesem Zusammenhang verwies Hübner auf den Strategieprozess Smart Grids 2.0, die aktuelle Energieforschungs- und Innovationsstrategie und die gemeinsame Speicher-Roadmap, die kurz vor der Fertigstellung steht. Darin wird der Forschungsbedarf für österreichische Spitzentechnologien auf entstehenden globalen Märkten identifiziert.

Erstmals bundesweite Speicherförderung

Natürlich stand die, in der kleinen Ökostromnovelle beschlossene, erstmalige bundesweite Speicherförderung im Mittelpunkt der Veranstaltung. Sektionschef Michael Losch, als Vertreter des zuständigen Wirtschaftsministeriums, präsentierte die Änderungen der Ökostrom-Gesetznovelle. "Die Speicherförderung wird technologieoffen gestaltet sein und Stromspeicher mit einem Investitionszuschuss von 500 Euro pro kWh unterstützten", so Losch. Für die Jahre 2018 und 2019 sind zusätzlich 30 Millionen Euro für Photovoltaikförderung und Speicher beschlossen worden. Davon sind 40 Prozent für Speicher vorgesehen. In den nächsten Wochen wird im Ministerium an den Ausführungsdetails gearbeitet. Zur Tagung ist die Broschüre "Mehr Sonnenstrom für Österreich - Neuerungen der kleinen Ökostromnovelle" präsentiert worden, die den aktuellen Stand der Umsetzung der Gesetzesnovellen zusammenfasst (Broschüre downloadbar unter [www.pvaustria.at/novelle-oekostromgesetz)

Das Resümee von Sektionschef Losch: "Die Photovoltaik hat sich in den letzten Jahren sehr stark entwickelt und ist nun die Schlüsseltechnologie für eine erfolgreiche Energiewende. Die kleine Ökostromnovelle soll ganz gezielt die optimale Marktintegration durch Gemeinschaftsanlagen und Speicher weiter beschleunigen."

Urban Windelen, Geschäftsführer des deutschen Energiespeicherverbands ist positiv überrascht über die guten regulatorischen Entwicklungen des österreichischen Speichermarkts, die über weite Teile Vorbild für Deutschland sein könnten. Windelen vergleicht den Stromspeicher im Energiesystem mit einem Schweizer-Taschenmesser: "Ein kompaktes Werkzeug mit vielen nützlichen Anwendungen, zur passenden Zeit flexibel zur Hand, die von der eigenständigen Stromversorgung, über die Notstromversorgung bis hin zu vielfältigen Dienstleistungen im Stromnetz reichen. So ist der Stromspeicher optimal, um im notwendigen Moment das anstehende Problem rasch und flexibel zu lösen, wie ein Taschenmesser eben."

www.pvaustria.at



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