© Michael Schwarzenberger/blickpixel - pixabay.com / Photovoltaik
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Kasachstan: Kärntner Delegation präsentiert Stärken Kärntens im Bereich erneuerbare Energie auf EXPO in Astana

LH Kaiser und LR Holub in Begleitung von Kärntner Unternehmen in kasachischer Hauptstadt: Kärntner Know-how als Türöffner für expandierende Wirtschaftsbeziehungen

Eine Kärntner Wirtschaftsdelegation mit Landeshauptmann Peter Kaiser, Umweltlandesrat Rolf Holub und Honorarkonsul Peter Sandriesser sowie zwölf Firmenvertretern befindet sich seit gestern, Montag, in der kasachischen Hauptstadt Astana, um auf der Weltausstellung EXPO Kärnten, seine Vorzüge und Stärken - vor allem im Bereich der erneuerbaren Energie - zu präsentieren und Wirtschaftskontakte zu knüpfen. Im Rahmen ihres zweitägigen Besuches wurden sie Montag am Abend vom österreichischen Botschafter in Kasachstan, Gerhard Sailler, in der österreichischen Residenz empfangen.

Heute, Dienstag, traf die Kärntner Delegation, angeführt von Kaiser und Holub und begleitet u.a. vom Vizepräsidenten der österreichischen Wirtschaftskammer, Bad Kleinkirchheims Bürgermeister Matthias Krenn, u.a. den stellvertretenden kasachischen Energieminister Bakytzhan Dzhaksaliyev sowie Vertreter des Akimats Astana zum "Austrian-Kazakhstani Sustainable Technology Day". Über 100 kasachische Unternehmer und an die 30 österreichischen Unternehmer tauschten dabei ihre Erfahrungen, Angebote und Dienstleistungen in Form eines Workshops aus. Wir groß die Chancen für Kärntner Unternehmen in Kasachstan sind, wurde in den Ausführungen des Vize-Energieministers deutlich, der betonte, wie groß das Interesse Kasachstans an Know-how und Technik zum Ausbau erneuerbarer Energie ist. Ihm zufolge beträgt der Anteil erneuerbarer Energie in Kasachstan aktuell drei Prozent. Angestrebt werden bis 2020 20 und bis 2030 30 Prozent. Der Anteil an Energie aus Wasserkraft beträgt erst fünf Prozent.

In seiner Rede hob Landeshauptmann Kaiser Kärntens Rolle als Wirtschafts-, Technologie-, Tourismusland und Logistikstandort hervor. "Kärnten ist ein kleines Bundesland, das sehr gut europäisch vernetzt ist und sich gerade beginnt, als Logistikstandort zu positionieren. Internationale Unternehmen und Konzerne wie Infineon, Mondi oder Flextronics setzten auf den Standort", betonte Kaiser. Das Thema der EXPO 2017 "Future Energy" beleuchtete der Landeshauptmann ebenso. Er hob die führende Rolle Kärntens in Europa auf dem Gebiet der erneuerbaren Energie und die herausragenden Leistungen sowie das Know-how von unterschiedlichen Kärntner Unternehmen hervor. Zudem betonte Kaiser, dass Energie ein Thema sei, bei dem es um die Zukunft gehe, um unseren Planeten. "Jede und jeder Einzelne ist aufgerufen, ihren und seinen Beitrag zu leisten, damit auch unsere Kinder und viele nachkommende Generationen eine lebenswerte, ja lebensfähige und Überleben ermöglichende Mutter Erde vorfinden. Vor allem die Politik ist gefordert, dieser Verantwortung nachzukommen. In dem Zusammenhang ist es geradezu besorgniserregend, wenn US-Präsident Donald Trump den von seriösen Fachexperten attestierten Klimawandel und die Erderwärmung als Erfindung Chinas abtut", fand er klare Worte.

Auf das vielfältige Know-how Kärntens im Bereich der erneuerbaren Energien ging der Landeshauptmann ebenfalls ein. "Über 52 Prozent beträgt der Anteil erneuerbarer Energien in Kärnten, wir sind damit nicht nur Vorreiter in Österreich, sondern liegen auch europaweit im Spitzenfeld. Kärnten hat unter breiter Beteiligung von Fachleuten und vor allem auch der Bevölkerung Masterpläne für Energie und Mobilität entwickelt. Es geht hier um den effizienten Einsatz von Ressourcen, um Umwelt- und Klimaschutz, um spürbare Verbesserungen für die Menschen. Ich bin überzeugt, dass Kärnten auch hier bei der Weltausstellung einen spannenden, impulsgebenden Beitrag leisten kann", so Kaiser. Kärntner Unternehmen wie GREENoneTEC, Kärnten Solar, PV-Invest, Weissenseer Holz-System-Bau, seien für ihre Produkte wie Solarzellen, Photovoltaikanlagen, Passivhäuser, weltweit bekannt und gefragt.

Bezugnehmend auf die Beziehung zwischen Kärnten und Kasachstan erwähnte Kaiser, dass es mit dem Gebiet Südkasachstan seit dem Vorjahr eine Kooperationsvereinbarung gebe: "Gemeinsam wollen wir Bereiche wie Energie, Kunst und Kultur, Sport, Tourismus, Jugend, Umweltschutz, Gesundheit, Bildung und Beschäftigung bearbeiten."

LR Holub hielt einen Fachvortrag im Rahmen des Technologie-Tages zum Thema "Energieressource Wasser”. Dabei betonte er, wie wichtig die Umsetzung und Nutzung eines Energie-Mixes ist: "Eine besondere Herausforderung, der wir uns widmen, ist die Speicherung von Energie. Kärnten bietet hier vorbildliche Möglichkeiten mit den Pumpspeicherkraftwerken. Diese ermöglichen es, in Zeiten, in denen viel Energie produziert wird, diese zu speichern.”

Sowohl Kaiser als auch Holub waren nach dem Technologie-Tag überzeugt, dass er und die EXPO ein Antriebsstrahl für die Energien der Zukunft sein werden. "Eine Weltausstellung eröffnet Horizonte, beflügelt, befruchtet, bringt Dinge in Bewegung. Hier vernetzen sich die Menschen, lernen einander kennen und lernen voneinander", waren sich beide Landespolitiker einig.

Der Kärntner Delegation gehören aus dem Bereich der erneuerbaren Energie und Energieeffizienz die Firmen PV-Invest (Velden), Urbas (Völkermarkt), Kärnten Solar (Pörtschach), Holz-Systembau Weissenseer (Greifenburg) und GREENoneTEC Solarindustrie (St. Veit) an. Ebenso in Astana sind das Architekturbüro Reichmann (Klagenfurt/Ludmannsdorf) und Arch&More Ziviltechniker GmbH (Velden). Zwei Firmen sind in Kasachstan bereits im Bereich erneuerbare Energie und Umweltschutz tätig. Die Firma Weissenseer errichtet Passivhäuser aus Holz in der Nähe des EXPO-Geländes. Kärnten Solar baut eine 25 KWp Photovoltaik Anlage. Sie will damit demonstrieren, wie ein Gebäude komplett energieautark werden kann.



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