© oekonews Holler/ Laden eines Kia Soul EV
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Keine Sondernetztarife für E-Mobilität notwendig

Elektrofahrzeuge dürfen nicht die Melkkühe für Netzbetreiber werden - Großteils erfolgt das Laden über Nacht, wenn es Stromüberschüsse gibt

Zu einer Meldung der E-Control in der Ausgabe der Presse vom 7.6.2017 stellt der Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA) fest: "Eine einseitige Aufbringung von Netzgebühren durch schnellladende E-Fahrzeuge und Wärmepumpen kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein!" Hans Kronberger vom PVA: "Saubere Energiesysteme haben einen hohen Allgemeinnutzen und dürfen daher nicht benachteiligt werden. Auf keinen Fall darf es zu einer Benachteiligung gegenüber anderen Spitzenstrombeziehern auf höheren Netzebenen geben. Die Politik ist gefordert zusätzliche hohe Belastungen, wie die im Artikel erwähnten 1.000 Euro Netzbereitstellungsgebühr, für ein Elektrofahrzeug aus ökologischen Gründen zu unterbinden." Vor allem, so fordert der PVA, müsse die weiteren Diskussionen über die Zukunft der Netze breit und öffentlich mit allen Beteiligten geführt werden.

Doris Holler-Bruckner, Präsidentin des Bundesverbands nachhaltige Mobilität, ist ebenfalls dieser Meinung. "Der Großteil unserer Mitglieder, und das sind bereits hunderte E-Mobilisten, laden in der Nacht zu Hause und absolut nicht schnell, wie eine Umfrage zeigt, die wir vor einiger Zeit gemacht haben. Es ist ein großer Unterschied, wie und wann ich lade. Es kann nicht sein, dass E-Mobilisten durch höhere Netzgebühren zur Melkkuh der Nation werden."



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