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Deutschland: Studie zeigt, dass Stickoxidwerte 2018 kaum gesunken sind - mehr Fahrverbote drohen

Schlechte Nachrichten für die gut elf Millionen Besitzer älterer Diesel-Pkw in Deutschland.

Nach einer brandneuen Studie des CAR-Instituts an der Universität Duisburg-Essen sind die hohen Stickstoffdioxid-Konzentrationen (Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft) in vielen deutschen Städten im vergangenen Jahr kaum gesunken, dies berichtet die Wochenzeitung DIE ZEIT, der die Berechnungen vorab exklusiv vorliegen. Nach Meinung von Ferdinand Dudenhöffer, dem Direktor des CAR-Instituts, sei es deshalb wahrscheinlich, dass „die deutschen Dieselfahrer mit mehr und längerfristigen Fahrverboten rechnen müssten“.



Das CAR-Institut hat auf Basis der Online-Daten von 398 NO2-Messstationen in Deutschland ausgerechnet, dass die NO2-Konzentrationen in den Stationen, die im Jahr 2017 den EU-weit gültigen Grenzwert von 40 Gramm überschritten, im Gesamtjahr 2018 durchschnittlich nur um 3,6 Prozent gesunken seien. Wenn die Reduktion in diesem Tempo weitergehe, würden die NO2-Konzentrationen dort frühestens im Jahr 2023 unter den zulässigen Grenzwert fallen, so die Prognose des CAR-Instituts. Zugleich werfen die Daten Fragen über die Wirkung von Fahrverboten auf. So seien etwa an zwei Standorten in Hamburg, an denen seit Juni 2018 Durchfahrtsverbote für ältere Dieselfahrzeuge gelten, völlig unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten. Die Wissenschaftler haben festgestellt: während in einer Straße die Werte im Jahresmittel um knapp fünf Prozent sanken, stiegen sie in einer anderen Straße sogar um gut ein Prozent.


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