© Markus Spiske / Photovoltaik
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So profitieren Betriebe, wenn sie Solarstrom selbst erzeugen und speichern

Video zeigt, wie Herausforderung mit Grossspeichern gelöst werden kann

Düsseldorf Immer mehr Unternehmen möchten einen Beitrag zur Energiewende leisten und produzieren deshalb mithilfe von Photovoltaikanlagen selbst Strom. Doch während Sonnenenergie nur tagsüber gewonnen werden kann, benötigen Betriebe den Strom dann, wenn dort gearbeitet wird – in Bäckereien, Molkereien oder Fitnessstudios etwa frühmorgens und abends. Wie diese Herausforderung mithilfe von Großspeichern gelöst werden kann, zeigt ein neues Video auf der Youtube-Seite der EnergieAgentur.NRW.




Überzeugt von der Kombination aus Photovoltaikanlage und Großspeicher ist zum Beispiel Unternehmer Uwe Koenzen. Sein Manufakturbetrieb Classic eCars in Hilden baut alte Fahrzeuge in Elektro-Autos um. Geladen werden die Fahrzeuge mit selbst produziertem Strom aus Sonnenenergie. „Wir können unsere Fahrzeuge nachts laden, obwohl tagsüber die Sonne scheint. Das ist der große Vorteil der Speicherung“, erklärt Koenzen.

Auch Johannes Humbert aus Dorsten setzt in seinem Baustoff-Recycling-Betrieb auf die Technologie. Mit dem Solarstrom beleuchtet er eine Halle und betreibt eine elektrisch betriebene Brechanlage. „Durch den Speicher haben wir erreicht, dass wir viel mehr Strom selbst nutzen können, wir sind fast 60 Prozent autark“, sagt Humbert.

Wichtig ist, bei der Planung die individuellen Bedürfnisse des Betriebs zu berücksichtigen. Experten gehen davon aus, dass sich die Umrüstung für viele Unternehmen rechnet. Einen Anreiz bietet das Förderprogramm progres.nrw des Landes Nordrhein-Westfalen, über das 50 Prozent der Kosten für den Speicher, maximal 75.000 Euro, finanziert werden.


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