© Rathauskorrespondenz/ Neuer Bodenlehrpfad am Roten Berg in Hietzing
© Rathauskorrespondenz/ Neuer Bodenlehrpfad am Roten Berg in Hietzing

Neuer Bodenlehrpfad am Roten Berg in Hietzing

13 Schautafeln informieren über die Bedeutung und Wichtigkeit des Erdreiches

Wien - Sich in der Natur bewegen und dabei ganz nebenbei auch noch etwas Wissenswertes lernen – das verspricht ein Spaziergang entlang des neuen Bodenlehrpfades am Roten Berg in Wien-Hietzing. Auf 13 Schautafeln gibt es allerlei Informationen über die Vielfalt und den Nutzen des oftmals als selbstverständlich betrachteten Boden. Ein gesunder Boden ist ein höchst wertvolles Gut: Er ist eine wichtige Lebensgrundlage für Menschen, Tiere, Pflanzen und Bodenlebewesen. Als Filtersystem und Wasserspeicher sorgt er dafür, dass uns sauberes und frisches Wasser zur Verfügung steht. Er wandelt in einem bestimmten Maß Schad- und Giftstoffe um – und ist gleichzeitig auch eine Grundlage für lebenswichtige Medizin.

Wissenswertes über den ‘Bodenzauber’ am Roten Berg

Der Lehrpfad behandelt die Themen ‘Bodenzauber – Zauberboden’, ‘Boden und Kunst’, die unterschiedlichen Bodentypen, ‘Humus – das dunkle Gold des Bodens’, die Lebewesen im Boden, die Vegetation unten den Untergrund des Roten Berges, Bodenschutz, Niederschlag und Bodenwasser sowie über Boden als Baustoff. Er wurde nach einer Idee von Bezirksrat Helmut Brezinschek vom Verein ‘Hietzinger Kulturbildungsinitiative’ und der fachlichen Mitwirkung der Österreichischen Bodenkundlichen Gesellschaft sowie in Kooperation mit folgenden Institutionen verwirklicht. ProjektpartnerInnen waren: Ministerium für ein lebenswertes Österreich, MA 42-Wiener Stadtgärten, MA 22-Wiener Umweltschutzabteilung, dem Bundesforschungszentrum für Wald, der Universität für Bodenkultur, dem Umweltbundesamt und der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages).

Bodenschutz im eigenen Garten

Die Wiener Umweltschutzabteilung informiert im Rahmen dieses Lehrpfades darüber, wie man auch im eigenen Garten einen Beitrag zum Bodenschutz leisten kann: Indem man beispielsweise auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtet, Nützlinge fördert, natürliche Mittel zur Abwehr von Schädlingen einsetzt und einen Kompost anlegt. Dabei ist es natürlich auch gut zu wissen, mit welchem Bodentyp man es zu tun hat: Darüber informiert das Wiener Umweltgut unter www.wien.gv.at/umweltgut/public.

Infos über den Roten Berg

Er wurde urkundlich erstmals 1819 genannt – seinen Namen erhielt er von der roten Erde, die einen hohen Anteil an Eisenoxid aufweist. Seit 1892 befindet sich der Rote Berg auf Wiener Stadtgebiet und ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Unter den drei Bergen (Roter Berg, Girzenberg und Trazerberg) verläuft der in den 2000er Jahren gebaute Lainzer Tunnel. Die Bohrungen der ÖBB gaben für GeologInnen und GeotechnikerInnen wertvolle Hinweise über die Entstehungsgeschichte des Erdreiches und die Zusammenhänge in der Natur.

Bodenwissen in Schulen

Das Wissen über die Vielfalt und Bedeutung eines gesunden Bodens wird abseits vom Roten Berg übrigens auch in Schulen vermittelt: Die Workshop-Reihe ‘Boden macht Schule’ des Umweltbundesamtes wird auch von der Wiener Umweltschutzabteilung unterstützt.


Artikel Online geschalten von: / holler /