© Iwona Olczyk / pixabay.com - Braunkohleabbau
© Iwona Olczyk / pixabay.com - Braunkohleabbau

Massen-Blockade von Braunkohle-Tagebau: Österreichische AktivistInnen fahren zu "Ende Gelände"

Größte globale Aktionswelle zivilen Ungehorsams in der Geschichte der Klimabewegung

Von 13.-16. Mai findet in der Lausitz in Deutschland unter dem Titel "Ende Gelände" eine Massen-Blockade eines Braunkohle-Tagebaus statt. Neben tausenden Menschen aus ganz Europa nehmen auch österreichische Aktivistinnen und Aktivisten an der Aktion teil, um auf die sich zuspitzende Klimakrise aufmerksam zu machen.

‘Ende Gelände 2016’ ist Teil der globalen Bewegung ‘Break Free From Fossil Fuels’: In 12 Ländern auf allen Kontinenten (außer Antarktis) finden Aktionen gegen fossile Energieträger statt. Es handelt sich um die größte globale Aktionswelle zivilen Ungehorsams in der Geschichte der Klimabewegung.

‘Wenn wir die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels verhindern wollen, dann müssen wir jetzt aus der Kohle aussteigen’, sagt Hannah Eichberger von Ende Gelände. ‘Die Dringlichkeit der Lage erfordert ein starkes Signal. Deshalb wählen wir zivilen Ungehorsam als Aktionsform. Unsere Aktion ist so gestaltet dass auch Menschen ohne Aktionserfahrung teilnehmen können. Dabei hat die Sicherheit aller Beteiligten und der Mitarbeiter im Tagebau höchste Priorität.’ Bereits im Vorjahr, bei ‘Ende Gelände 2015’, brachten 1.500 Menschen Teile eines Braunkohle-Tagebaus im Rheinland zum Stillstand. Die Aktion löste internationales Medienecho aus, mit Berichten in der taz, in ‘The Guardian’, auf Fox News und im Kurier.

‘Der Klimawandel ist ein globales Problem, und die Auswirkungen betreffen schon jetzt Millionen Menschen’, sagt Lukas Weber vom österreichischen Bündnis ‘System Change, Not Climate Change’. ‘Das Klima-Abkommen von Paris ist nicht ausreichend um den Klimakollaps zu verhindern. Der Klimawandel ist keine nationale Angelegenheit, sondern betrifft Menschen weltweit. Daher werden österreichische AktivistInnen mit Bussen und einer Fahrradkarawane in die Lausitz reisen, um dort gemeinsam mit tausenden Menschen aus ganz Europa ein Zeichen zu setzen.’

"Um die Klimakrise zu lösen müssen wir die Art und Weise wie wir wirtschaften und leben grundsätzlich ändern. Die Lösungen dafür werden nicht von den Regierungen - sondern nur von unten, vom lokalen und globalen Widerstand der Menschen kommen", sagt Attac-Vorstandsmitglied Carla Weinzierl, die auch an ‘Ende Gelände’ teilnehmen wird.

‘System Change, not Climate Change’ ist ein Bündnis von Menschen und Organisationen, die sich für eine sozial-ökologische Transformation unserer Wirtschaft und Gesellschaft einsetzen.

Weitere Informationen: http://systemchange-not-climatechange.at/ende-gelaende/
Pressekontakt: Lukas Weber, presse@systemchange-not-climatechange.at

‘Ende Gelände’ ist ein Bündnis aus Umweltgruppen, sozialen Initiativen, Postwachstumsprojekten und Einzelpersonen. Es sieht sich als Teil einer internationalen Graswurzelbewegung, die gegen die Verbrennung von fossilen Energieträgern, für Klimagerechtigkeit und für eine globale Energiewende von unten eintritt.
Weitere Informationen: https://www.ende-gelaende.org/de/aktion/aufruf/


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