© leisure.at/Roland Rudolph /Anbieterübergreifendes Laden quer durch Österreich, das ist das Ziel der Betreiber
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Elektroauto-Ladestationen: Anbieterübergreifend quer durch Österreich mit einer Karte

Kelag, Salzburg AG, illwerke vkw und Wien Energie vernetzen ihre Ladestationen- Weitere Anbieter werden folgen

Wien- Elektroautofahrer freuen sich: Endlich eine einfacher erreichbare Ladeinfrastruktur in Österreich! Vier Energieversorger ermöglichen ab sofort ein anbieterübergreifendes Laden von Elektroautos. Vorgestellt wurde das Projekt auf einer Pressekonferenz in der Millennium City in Wien. Die Energieversorger Kelag, Salzburg AG, illwerke vkw und Wien Energie setzen damit den nächsten Schritt zu einem barrierefreien, grenzenlosen Zugang zur europäischen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Mit ihrer Anbindung an das europaweite intercharge-Netzwerk soll eine flächendeckend nutzbare Ladeinfrastruktur in Österreich, Deutschland und weiteren Ländern in Europa wahr werden. Das bedeutet, dass zum Beispiel ab sofort Fahrer des BMW i3 mit ihrer ChargeNow Ladekarte in Bregenz, Salzburg, Wien oder Klagenfurt ihr Elektroauto laden können, ohne einen Vertrag mit dem jeweiligen Energieversorger abgeschlossen zu haben.

Die Nutzung der Ladeinfrastruktur muss möglichst einfach möglich sein, nur dann kann sie auch genutzt werden, davon sind die Vertreter von Kelag, Salzburg AG, illwerke vkw und Wien Energie überzeugt. Das gemeinsame Ziel heißt: Strom laden wird so einfach wie Geld abheben am Geldautomaten.

Wien Energie-Geschäftsführer Robert Grüneis: "Beim Geld abheben interessiert uns alle längst nicht mehr, welchem Institut der Bankomat gehört oder wer ihn errichtet hat. Wichtig ist nur, dass wir unkompliziert zu unserem Geld kommen. Und beim Stromtanken für E-Autos wollen wir das Gleiche erreichen." Für Dr. Hermann Egger, Vorstand der Kelag, hat die Nutzerfreundlichkeit einer vernetzten Elektromobilität einen großen Vorteil: "Unsere Kunden können zukünftig auch an 1.000 intercharge-fähigen Ladepunkten unseres Partners RWE in Deutschland laden, das ist ein großer Fortschritt in der Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen." Dietmar Emich, Geschäftsführer von ElectroDrive Salzburg - einer 100% Tochter der Salzburg AG - sieht die Vorteile der Vernetzung mit anderen Partnern wie z.B. der BMW Group: "Der flexible Zugang zu öffentlichen Ladestationen bringt zukünftig für alle E-Auto-Fahrer einen zusätzlichen Nutzen: damit können sie ganz bequem und einfach Ökostrom laden, und das unabhängig vom jeweiligen Anbieter." Christian Eugster, Projektleiter VLOTTE in Vorarlberg, ergänzt: "Durch die Vernetzung der Energieversorger über intercharge ist die Ladeinfrastruktur in Österreich bereit für die neue Generation von Elektrofahrzeugen, die jetzt auf die Straße kommt."

Gelöst werden können die Anbieter übergreifenden Karten beim jeweiligen Anbieter in der Region bzw. für den BMW i3 bei BMW.

Ermöglicht wird die Zusammenarbeit der europäischen Ladeinfrastrukturbetreiber, Automobilhersteller und Mobilitätsanbieter über die eRoaming-Plattform der Hubject GmbH. Die eRoaming-fähigen Ladestationen sind in Zukunft an dem intercharge-Symbol zu erkennen, das derzeit auf die Ladeinfrastruktur in mehreren europäischen Ländern angebracht wird. In Österreich sind vorerst 150 intelligente Ladepunkte über intercharge zugänglich, bis Ende 2014 soll sich diese Zahl der Ladepunkte mehr als verdoppeln. Die vorhandenen Schnellladestationen der genannten Anbieter sollen ebenfalls integriert werden. Kontinuierlich sollen nach und nach alle Ladestationen der jeweiligen Anbieter umgestellt werden, damit sie für die einheitliche Karte zu verwenden sind.
Damit sind zwar derzeit noch nicht alle Ladestationen in Österreich mit einer einzigen Karte erreichbar, aber ein wichtiger Anfang ist gemacht. Bis Ende des Jahres soll noch keine eigene Verrechnung erfolgen, ab 2015 ist daran gedacht, monatliche Beiträge einzuheben.

Mit einer APP können in Zukunft außerdem alle Ladestationen problemlos gefunden werden- sie soll auch anzeigen, ob der Ladepunkt gerade frei ist oder nicht.

In Deutschland können bereits 1.800 Ladepunkte der Hubject-Partner Belectric Drive, EnBW und RWE sowie von mehr als 60 weiteren Industrie- und Stadtwerkepartnern mit nur einem Vertrag genutzt werden. Neben Österreich und Deutschland sind bereits zahlreiche Partner in Finnland, Skandinavien und den Benelux-Staaten gefunden.


Weitere Informationen unter www.hubject.com.


Artikel Online geschalten von: / holler /