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ECO-Lotse als Werkzeug der Energiewende von unten

Organisationen und Unternehmen stellen gemeinsam das Konzept für den ersten unabhängigen und alltagstauglichen Energie- und CO2-Lotsen vor.

Wie kann ich meinen persönlichen CO2-Fußabdruck dauerhaft verkleinern? Wie kann ich am besten Energiekosten sparen? Wie können wir Kraftwerke abschalten? Schon seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima arbeiten Wissenschaftler, Ingenieure, Psychologen, Designer und Programmierer ehrenamtlich an der Beantwortung dieser Fragen. Mit dem Konzept ihres sogenannten ECO-Lotsen wenden sie sich nun an die Öffentlichkeit und werben um Unterstützung. Die Initiative will der proklamierten Energiewende der Regierungsparteien entscheidend auf die Sprünge helfen und sie aus der Bevölkerung heraus mitgestalten. Der ECO-Lotse ist als Alltagshilfe für nachhaltiges Handeln im Sinne einer CO2-Reduktion gedacht. Er umfasst u. a. die Bereiche Heizen und Strom, Verkehr, Ernährung und Konsum. Sein Prinzip basiert auf einem Geben und Nehmen relevanter Informationen. Ganz ohne Zwang und Zeigefinger.

CO2-Reduktion spielerisch in den Alltag integriert

Das Thema CO2-Reduktion lässt sich mit Hilfe neuer Kommunikationsmedien spielerisch und sofort nutzbar in den Alltag integrieren. Die Idee des ECO-Lotsen setzt auf die Erfassung von Daten wie z.B. dem tatsächlichen Energieverbrauch, den zurückgelegten Reisekilometern oder von konsumierten Nahrungsmitteln. Mittels Barcode-Reader kann z.B. beim Einkauf geprüft werden, ob der ökologische Fußabdruck eines Nahrungsmittels in das persönliche Tagesbudget paßt. Zunächst werden die vergleichsweise einfach zu erfassenden Zählerstände für Heizwärme, Warmwasser und Strom sukzessive automatisch erfasst. Der ECO-Lotse bietet ständige Transparenz über den eigenen CO2-Fußabdruck und schon erzielte Einsparungen sowie Vergleichsmöglichkeiten mit Anderen. Der Schutz der Daten, die für Vergleiche und anonymisierte Statistiken notwendig sind, hat höchste Priorität und erfolgt durch die besten technischen, organisatorischen und juristischen Maßnahmen.

Privates Handeln wirkt

Anwenderinnen und Anwender sollen über den ECO-Lotsen aktiv an der Energiewende von unten teilhaben. Durch eine Vernetzung der Nutzerinnen und Nutzer sowie die Veröffentlichung der ausgewerteten Daten wird der ECO-Lotse langfristig Bewusstseins- und Verhaltensänderungen bewirken. Das Aufzeigen nachweislich gangbarer Wege wird die Energiewende auf allen Ebenen politisch stark beeinflussen. Das Projekt soll dauerhaft in Bürgerhand und frei von Einzelinteressen bleiben.

Öffentliche Unterstützung notwendig


Die Umsetzung des ambitionierten Projekts hängt neben der positiven Bewilligung von Förderzusagen von einer breiten öffentlichen Unterstützung ab. Auf der Website www.eco-lotse.org veranschaulicht der Film ‘Deutschland ein Energiemärchen’ die Idee der Energiewende von unten. Hier kann auch die ECO-Lotse Demo-Version angefordert werden. Kommen bis zum 21.September 2014 mindestens 10.000 Anfragen zusammen, wird die Demo-Version mit Hilfe von Spenden umgesetzt, um die Projektidee greifbarer zu machen.





Das Projekt wurde unter folgenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern initiiert bzw. abgestimmt: Anette Anthrakidis - Solar-Institut Jülich der FH Aachen, Christoph Bals - Germanwatch, Christoph Besemer - Werkstatt für gewaltfreie Aktion, Baden, Olaf Hofmann - SKOPOS, Dr. Ulrich Leibfried - Consolar, Sascha Nick - CO2-Monitor, Dr. Werner Neumann - BUND, Jörg Ortjohann - Stiftung Energieeffizienz, Gertrud Patan - Werkstatt für gewaltfreie Aktion, Baden, Anne Poggenpohl - Stiftung Energieeffizienz, Stefan Rostock - Germanwatch, David Schreckenberg - energy-check. In der Startphase wird die Stiftung Energieeffizienz als unabhängige Plattform zur Erstellung des ECO-Lotsen für die Energiewende von unten genutzt.


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