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Mist des Tages: ÖVP Wien fordert die Freigabe der Busspuren für Motorräder

ÖVP Wien spricht von einer Bevorzugung des Radverkehrs

Im Sinne eines besseren Vorwärtskommens aller Verkehrsteilnehmer fordert die ÖVP Wien die Freigabe aller Busspuren für zumindest ein Jahr und anschließend eine Evaluierung, um die Auswirkungen dieser Maßnahmen für eine langfristige Freigabe bewerten zu können, so der ÖVP Wien Verkehrssprecher LAbg. Wolfgang Gerstl beim Pressegespräch am 7. April gemeinsam mit der Arge 2Rad.

"Die Stadt Wien betreibt hier eine einseitige Verkehrspolitik, die Fahrradfahrer bevorzugt und den motorisierten Individualverkehr benachteiligt. Und das obwohl seit 2005, damals wurden die ersten Busspuren freigegeben, keine Unfälle mit Motorradfahrern auf Busspuren zu verzeichnen sind."
Zitat: ÖVP Wien Verkehrssprecher LAbg. Wolfgang Gerstl

Vorgezogene Haltelinien für Motorräder

Neben der Öffnung weiterer Busspuren bedarf es der stärkeren Forcierung vorgezogener Haltelinien für Motorradfahrer bei geregelten Kreuzungen, damit es bei den Ampelstarts zu keinen gegenseitigen Behinderungen von Motorrad- und Autofahrern kommt, so Gerstl abschließend.

Quelle: ÖVP Wien

oekonews meint

Von einer Bevorzugung des Radverkehrs zu sprechen, wo das Radwegenetz derart lückenhaft und schlecht ausgebaut ist, kann nur ein schlechter Scherz sein. Dass die Busspuren oft für RadlerInnen freigegeben sind, hat sich bewährt und macht Sinn, um hier das Manko der schlecht ausgebauten Radwege etwas zu entschärfen. Jeder der in Wien auf einer Busspur radelt und von einem ohrentäubenden rasenden Motorrad überholt worden ist, weiß, dass es sicher nicht der richtige Weg sein kann, die Busspuren für umweltschädliche, laute, stinkende und verkehrsgefährdende Motorräder zu öffnen. Soviel Ignoranz seitens der ÖVP Wien verdient das Prädikat: "Mist der Woche". Eine Bitte an die "lieben VolksvertreterInnen" der ÖVP Wien: Fahrt doch Mal ein paar Wochen mit dem Rad zur Arbeit und merkt, wie desolat die Radwegs-Zustände in Wien nach wie vor sind.




Diesen und ähnliche Artikel haben wir in der Vergangenheit schon zu oft kommentiert ...
Mit großer Enttäuschung nehmen wir diese Aussendung zur Kenntnis und möchten auf die oekonews-Artikel hinweisen, die diese Aussagen entkräften.

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