VIRUS: Mit Gehzeugen für Verkehrspolitik und Klimaschutz

Gehzeug braucht soviel Platz wie Autos -Prozession machte Rundkurs durch die Stadt

Zum Frühlingsbeginn zog der "3.Wiener Gehzeugkorso" der Umweltorganisation VIRUS vom WUK in der Währingerstraße 59 auf einem Rundkurs durch die Stadt. Die Prozession der Gehzeuge ging über Gürtel, Innenstadt, Ring, Parlament und umrundete das Rathaus.

VIRUS-Sprecher Wolfgang Rehm erklärt den Hintergrund der Aktion: "Mit ihren "Gehzeuge" genannten Konstruktionen verschaffen sich deren Lenker per pedes Respekt und ebensoviel Platz wie ihn Kraftfahrzeuge üblicherweise beanspruchen." Dieser Platz wird dann von VIRUS genützt, um auf die immer drängendere Klimaproblematik aufmerksam zu machen. Neue Modelle wie das "Klimafeuerwehr"-Gehzeug und akustische Untermalung bilden die Begleitmusik für das Thema, das die Umweltorganisation seit Beginn der Lobauauktion im November 2006 verstärkt aufgreift. Rehm weiter: "Dass wir bei den Jänner-Aktionen Vorfrühling hatten und nun zum richtigen Frühlingsbeginn einen Wintereinbruch ist zwar keine unmittelbar ableitbare Folge des Klimawandels, passt aber dennoch ins Bild".

VIRUS weist auf die Notwendigkeit wirksamer Gegenmaßnahmen auch im Verkehrsbereich und das Problem dramatisch wachsenden Transitverkehrs in der Ostregion hin. Nachdem EU-Regelungen Kostenwahrheit erschweren, wäre es umso notwendiger beim Ausbau der hochrangigen Straßeninfrastruktur den Rotstift anzusetzen, um nicht zusätzliche Verkehrssteigerung zu induzieren. Projekte wie die Lobauautobahn müssten auf der Streichungsliste ganz nach oben, immerhin würden die beiden in Wien geplanten Donauquerungen allein mehr als die Hälfte des im Regierungsübereinkommen festgelegten Budgets verschlingen - "Ohne Verkehrswende ist eine Energie und Klimawende nicht möglich", so Rehm abschließend.


Artikel Online geschalten von: / holler /