© Clker-Free-Vector-Images pixabay.com
© Clker-Free-Vector-Images pixabay.com

Abholbereit: "Raus aus dem Öl"-Bonus

100 Mio. Euro für Kesseltausch von fossil auf erneuerbar

Ab sofort ist es soweit: Die langersehnte Kesseltausch-Förderung der "Raus aus dem Öl"-Aktion des Klimaschutzministeriums kann unter www.umweltfoerderung.at () wieder beantragt werden. Insgesamt stehen heuer für die Kesseltauschaktion von fossil auf erneuerbar 100 Mio. Euro zur Verfügung. Weitere 42,7 Millionen Euro werden für die thermische Sanierung von betrieblichen, kommunalen und Wohngebäuden bereitgestellt. Der "Raus aus dem Öl"-Bonus für die Heizungsumstellung beträgt bis zu 5.000 Euro. Es können aber maximal 30% der förderungsfähigen Kosten angerechnet werden. Gefördert werden Leistungen, die ab 01.01.2020 erbracht wurden. Zusätzlich können noch Landesförderungen beantragt und im Idealfall in Summe bis zu 11.000 Euro lukriert werden. Eine Übersicht der Landesförderungen bietet der Österreichische Biomasse-Verband auf seiner Homepage an - inklusive Kontaktadressen zu den Förderstellen.

"Das Interesse an Holzheizungen ist weiterhin sehr groß. Das ist auch verständlich, da sich die heimischen Holzheizer zwischen 2008 und 2018 rund 7 Mrd. Euro an Brennstoffkosten im Vergleich zu Heizöl-Konsumenten ersparten", erklärt Franz Titschenbacher, Präsident des Österreichischen Biomasse-Verbandes. "Die Fortführung des "Raus aus dem Öl"-Bonus ist ein bedeutender Schritt und ein wichtiges Signal. Nun gilt es, die weiteren angekündigten Pläne umzusetzen: Das Verbot von Ölheizungen bei Heizungswechsel ab 2021, der verpflichtende Austausch von Ölkesseln älter als 25 Jahre ab 2025 und der Austausch aller Kessel bis 2035. Der Einbau von Ölkesseln im Neubau ist bereits seit Jahresbeginn verboten. Diesen Weg gilt es weiter zu bestreiten - im Sinne des Klimaschutzes. Auch während der Corona-Krise wird den Menschen bewusst, welche Bedeutung heimische Energieträger für die Versorgungssicherheit haben."

Ab sofort kann der beliebte Raus-aus-dem-Öl Bonus des Bundes wieder beantragt werden, auch rückwirkend ab dem 1. Jänner 2020. Gemeinsam mit dem Ende der Heizperiode ist jetzt der beste Moment, das alte Heizsystem durch ein nachhaltiges und umweltschonendes zu ersetzen, denn: Unter Einhaltung von Corona-Schutzmaßnahmen dürfen Installateure bereits wieder wie gewohnt arbeiten und montieren. Der Bonus macht vor, wie Klimapolitik beste Konjunkturpolitik sein kann.

Der beliebte Modernisierungsbonus des Bundes ist Teil der kommenden Sanierungsoffensive, für die insgesamt rund 142,7 Millionen Euro zur Verfügung stehen. 100 Millionen Euro davon sind für die Heizungsmodernisierung reserviert - bis zu 5.000 Euro pro Antrag sind möglich. Mit der Förderung können bis zu 22.000 Heizungen getauscht werden. Sie ist nicht nur ein richtungweisender Meilenstein zur Erreichung österreichischer Klimaziele, sondern auch eine nachhaltige Investition in Beschäftigung und Wirtschaft und entlastet österreichische Haushalte in der Krise.

Bis zu 11.000 Euro Heizungsförderung kombinieren

Da der Bundes-Bonus im vergangenen Jahr so schnell vergriffen war, haben viele Länder ihre eigenen Förderungen ausgebaut, was aktuell zu einer weitgefassten Förderlage führt. "Zurzeit herrscht ein idealer Sanierungsmoment, denn man kann Bundes- und Landesförderung kombinieren - da kann ein zeitweilig niedriger Ölpreis finanziell nicht mithalten", so Andreas Rotter, Obmann des Zukunftsforum SHL und Innungsmeister der Salzburger Landesinnung Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnik. Gemeinsam mit dem Raus-aus-dem-Öl-Bonus lassen sich in einigen Bundesländern allein für die Heizungserneuerung bis zu 11.000 Euro Fördermittel gewinnen. "Das ist gut für das Haushaltsbudget, gut für die Umwelt und letztendlich auch gut für Österreichs Wirtschaft."

Modernisierung statt Fernreise

Gerade in diesem Jahr, in dem teure Fernreisen situationsbedingt wohl ausbleiben müssen, liegt es nahe, das gesparte Geld ins Eigenheim zu investieren. "Österreicher stürmen noch immer die Baumärkte und verbessern die eigenen vier Wände - hier sollte nicht das Heizsystem vergessen werden", so Martin Hagleitner, stellvertretender Obmann Zukunftsforum SHL und Vorstand von Austria Email. "Ein neues Heizsystem reduziert die Heizkosten um bis zu 45 Prozent und produziert bis zu 90 Prozent weniger CO2 - es ist also eine echte Zukunftsinvestition." Für eine unabhängige Beratung wendet man sich am besten direkt an den Fachmann. Unter www.meineheizung.at finden sich österreichische Installateurbetriebe, die sich auf die nachhaltige Heizungsmodernisierung spezialisiert haben und auch bei Förderungen mit Rat und Tat unterstützen. Förderanträge werden über die Kommunalkredit Public Consulting (KPC) abgewickelt und können ab sofort unter www.umweltfoerderung.at online eingereicht werden.


www.biomasseverband.at/foerderuebersicht



Verwandte Artikel:


Artikel Online geschalten von: / Doris Holler /