© NLK Filzwieser/ WAV-Vorstandsdirektor Manfred Damberger, Landesrat Martin Eichtinger und Bürgermeister Siegfried Walch
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Energiewende 2020 in Karlstein an der Thaya

Gemeinden sind wichtige Partner des Landes Niederösterreich, um eine Klimawende einzuleiten

Zum Start des Pilotprojekts "Energiewende 2020 in Karlstein an der Thaya" wurde am Freitag zu einer Pressekonferenz mit Landesrat Martin Eichtinger geladen. Das Ortszentrum von Karlstein wird nun mit Biomasse geheizt, dazu gibt es ein digitales Informations- und Energie-Monitoring. Durch die Umstellung von Erdgas auf die örtliche Fernwärme kann der Kohlendioxid-Ausstoß um rund 140.000 Kilogramm pro Jahr verringert werden. Die Heizenergie wird aus Waldhackgut gewonnen. Auch soll für jedes Gebäude ein Proportionsgutachten erstellt werden, das im Vorfeld aufzeigt, welche Maßnahmen zu welchen Erfolgen führen.

Landesrat Eichtinger begrüßte diese Umstellung sehr und erklärte: "Wir wollen in Niederösterreich die Versorgung von 30.000 zusätzlichen Haushalten mit Wärme aus Biomasse erreichen. Karlstein an der Thaya trägt einen wichtigen Teil zur Klimawende bei und ist ein wichtiger Partner des Landes, um unser gemeinsames Ziel zu erreichen."

Bürgermeister Siegfried Walch betonte: "Mit drei Flusskraftwerken, einer Biogasanlage, drei E-Tankstellen, der Carsharing-Einrichtung und den über 600 Kilowatt Photovoltaikanlagen im Gemeindegebiet hat Karlstein bereits die ersten Schritte in Richtung Klimawende gemacht. Durch das neue Projekt setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt in Sachen Kohlendioxid-Einsparung mit digitalem Monitoring."

Die gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft Waldviertel (WAV) erbaute in Karlstein bereits mehrere Wohnhausanlagen, wovon vier Häuser auch an das örtliche Fernwärmenetz angeschlossen sind und somit von Erdgas auf Biomasse umgestellt wurden. Vorstandsdirektor Manfred Damberger betonte: "Es muss ein neues Bewusstsein für Energie geschaffen werden, denn die umweltfreundlichste Energie ist jene, die wir nicht verbraucht haben. Wir müssen bereits die jüngste Generation für dieses Thema sensibilisieren. Durch das digitale Monitoring ist es uns möglich, den aktuellen Stand der verbrauchten Energie einfach und rasch abzurufen."


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