© NLK Pfeiffer / Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, im Palais NÖ
© NLK Pfeiffer / Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, im Palais NÖ

Arbeitsgespräch mit Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann

LH Mikl-Leitner: Die besten Ideen und Erfahrungen bei der Klima- und Energiepolitik austauschen

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner traf am Mittwoch im Palais Niederösterreich in der Wiener Herrengasse zu einem Arbeitsgespräch mit dem Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, zusammen.

Beide Bundesländer verbinde eine "gute Partnerschaft und ein regelmäßiger Austausch auf unterschiedlichen Ebenen" und seien Vorbildregionen, betonte die Landeshauptfrau. Beim heutigen Treffen mit Kretschmann, der im Jänner dieses Jahres als NÖ Energiebotschafter ausgezeichnet wurde, standen aktuelle Themen wie Klima- und Energiepolitik sowie die Digitalisierung im Mittelpunkt. Den in der vergangenen Woche präsentierten neuen Klima- und Energiefahrplan für die Jahre 2020 bis 2030 mit dem Ziel, die Treibhaus-Emissionen um 36 Prozent zu reduzieren, die Stromerzeugung aus Photovoltaik zu verzehnfachen und Strom aus Windkraft zu verdoppeln bezeichnete Mikl-Leitner "als Richtschnur" für die nächsten Schritte in der blau-gelben Energiewende. "Wichtig und notwendig" sei auch der Ausstieg aus der Stromerzeugung durch Kohle, und diesen Schritt werde bis Ende des Jahres in Niederösterreich gesetzt. Kohle sei die CO2-schädlichste Erzeugungsform, deshalb müsse man gemeinsam den Kohleausstieg in ganz Europa vorantreiben. Mikl-Leitner: "Angesichts der steigenden Emissionen sind wir angehalten, Maßnahmen zu setzen." Deshalb sei es auch so wichtig, die "besten Ideen und Erfahrungen" auszutauschen.

Die Digitalisierung ist für Mikl-Leitner die Grundlage für die weitere positive Entwicklung der Regionen. Auch hier gebe es viele Gemeinsamkeiten mit Baden-Württemberg. Für diese "zentralen Themen der Zukunft" brauche es auch einen regelmäßigen Austausch mit anderen "Vorzeige-Bundesländern", so Mikl-Leitner und dankte dem Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg für das "gute Arbeitsgespräch".

Winfried Kretschmann, seit Mai 2011 Ministerpräsident von Baden-Württemberg, bezeichnete Niederösterreich bei der Klima- und Energiepolitik als Vorbild und dankte für die Möglichkeit dieses Gedanken- und Erfahrungsaustausches. Um die Energiewende voranzubringen, brauche es den Umstieg auf erneuerbaren Energien, ressourcenschonende Produktion und neue Innovationen und Technologien. Deutschland, das bis 2022 aus der Kernkraft austeigen werde, investiere deshalb in Forschung und Entwicklung und entwickle auch in der Autoindustrie "neue Formate".

Quelle: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung


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