© W. J.Pucher -  Die Protagonisten bei der Diskussion
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Veganismus - eine Zivilisationskrankheit?

Mit einem ungewöhnlichem Zugang,im Rahmen eines Films, geht die AMA auf etwas andere Art dem Thema nach

© W. J.Pucher - oekonews /  Präsentation des Films in Wien
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© W. J.Pucher - Ein spannender Einblick über das Leben von Pflanzen
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Derzeit ernähren sich 5,7 Prozent der österreichischen Bevölkerung vegetarisch oder vegan, Tendenz steigend. Die AMA stellte vor kurzem einen Film vor, der über Hintergründe von Veganismus und Vegetarismus informiert, darin kommen ein Zellbiologe, ein Marktforscher, eine Ernährungs- und Gesundheitswissenschaftlerin, eine Ernährungssoziologin, ein Neurowissenschaftler u. a. zu Wort.
Im Film beschäftigen sich die Experten unter anderem mit folgenden Fragen: Ist starke Empathie mit Tieren Voraussetzung oder Folge von Veganismus? Was bedeutet es für den Veganismus, dass der Mensch biologisch betrachtet in mancher Hinsicht simpler ist, als eine Lilie? Wieso ist Vegetarismus überwiegend weiblich?

Der Film zeigt z.B. auf, dass vegetarisch sein auch mit der Gesellschaft in der man lebt zusammenhängt, auch Bildung und Geschlecht spielen bei der Entscheidung in diese Richtung eine Rolle.

Sehr mutig, dass sich die Agrarmarkt Austria Marketing GmbH (AMA) mit diesen Fragen beschäftigt, schließlich ist sie eine Organisation, die sonst eher mit Fleischprodukten oder Käse wirbt. Was steht dahinter ? Die AMA möchte, so die Initiatoren des Films, möglichst breit über Themen informieren, die für sie relevant sind.

Der präsentierte Kurzfilm 20-minütige "Ist Veganismus eine Zivilisationskrankheit?" gibt jedoch keine Antwort auf die Frage. Im Anschluss auf die Filmvorstellung wurde im Kino mit den Protagonisten des Films diskutiert. Eine Umfrage von Marketagent zeigt einige Details auf. "Veganer sind zu einem hohen Anteil weiblich, sehr gut gebildet und meistens jung," so Marktforscher Thomas Schwabl. Eine der Hauptmotivationen, um sich vegan oder vegatarisch zu ernähren, ist laut der Umfrage Tierleid. Ganz anders ist dies bei Männern, wo vor allem die Gesundheit dabei im Vordergrund steht. In der Diskussion wurden jedoch, genau wie im Film, viele Fragen, die zu Beginn des Films gestellt werden, nicht beantwortet. Eines scheint dennoch fix: Die AMA wird weitere Kurzfilme präsentieren. Ihr gesetzlicher Auftrag ist schließlich, Informationen über Nahrungsmittel und Agrarerzeugnisse zu geben. In nächster Zeit will sie z.B. mit einem Infofilm der Frage nachgehen, ob Feminismus sich auf die Ernährung auswirkt, aber auch konventionellere Themen wie Futtermittel stehen am Programm. Die Idee an sich, diese Themen auf andere Art anzugehen, ist generell positiv zu bewerten.

Der Film zum Ansehen:



Autor: Wolfgang J. Pucher für OEKONEWS


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