© U. Leone - pixabay.com/ Windenergie im Einsatz
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Klima: EU-Parlament spricht sich für stärkeren Langfristziele aus

Das EU-Parlament hat am Donnerstag seinen Standpunkt zum Entwurf der Klima-Langfriststrategie festgelegt.

Klimaschutzorganisationen begrüßten die Entschließung.

In der rechtlich unverbindlichen Resolution fordern die EU-ParlamentarierInnen, dass die EU das Ziel der Netto-Null-Emissionen so schnell wie möglich erreichen müsse, spätestens im Jahr 2050 solle Klimaneutralität herrschen. Mit anderen Worten favorisieren die Abgeordneten die zwei Szenarien der Klimaneutralität von insgesamt acht Szenarien, die die EU-Kommission in ihrer Mitteilung von November 2018 vorschlägt.

Die Abgeordneten unterstützen auch ein höheres Zwischenziel 2030: Statt 40 sollen EU-weit mindestens 55 Prozent weniger Treibhausgase ausgestoßen werden als noch 1990.

Der Umbau europäischer Energiesysteme habe zudem das Potenzial, bis 2050 rund 2,1 Millionen neue Arbeitsplätze zu schaffen Die Langfriststrategie soll direkten CO2-Reduktionen sowie natürlichen CO2-Senken wie Wälder und Moore den Vorzug geben gegenüber risikoreichen Technologien der CO2-Abscheidung und –Speicherung.

Kai Niebert, Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR) lobte: „Das Europäische Parlament positioniert sich äußerst klar in Sachen Klimaschutz und das zu einem denkbar wichtigen Zeitpunkt.“

Wendel Trio, Direktor des Climate Action Network (CAN) Europe, findet, dass das Parlament auf die Menschen höre, die sich für mehr Klimaschutz einsetzen. Was Straßburg fordert, könne allerdings erst der Anfang sein. Noch weitaus größere Anstrengungen seien nötig, um das 1,5 Grad-Ziel zu erreichen.

Nach Ansicht von Sebastian Mang aus dem europäischen Büro von Greenpeace stehen jetzt nur noch die EU-Mitgliedstaaten höheren Klimazielen im Wege. Das Parlament habe hingegen die Botschaft all derer verstanden, die seit Monaten in ganz Europa für mehr Klimaschutz auf die Straße gehen.

QUelle: DNR



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Weitere Infos: EU Umweltbüro

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