© Markus Distelrath  pixabay.com/ Hackschnitzel
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Biomasseanlagen wichtig für nachhaltige und sichere Energieversorgung

Österreichische Energieagentur begrüßt Antrag im Nationalrat, der Bestand von Biomasseanlagen sichert

Holzkraftwerke: bisher volkswirtschaftliche Effekte in der Höhe von 6,5 Mrd. Euro, rund 6.400 Jobs in Österreich

Im Jahr 2030 soll in Österreich mindestens gleich viel Strom aus erneuerbaren Energieträgern erzeugt werden, wie insgesamt verbraucht wird. "Um dieses Ziel der Klima- und Energiestrategie #mission2030 zu erreichen und eine sichere Energieversorgung zu gewährleisten, braucht es ein möglichst breites Portfolio in der österreichischen Stromerzeugung", betont Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur. Daher begrüßt die Österreichische Energieagentur den am 22. November 2018 im Nationalrat eingebrachten Antrag zur Verlängerung der Tarife für Biomasseanlagen. "Keine Anlage, die auf Basis erneuerbarer heimischer Ressourcen Energie erzeugt, sollte stillgelegt werden müssen", so Traupmann. Es sei daher richtig, mit diesem Antrag für den Erhalt von rund 50 Biomasseanlagen zu sorgen, bis das geplante Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz in Kraft tritt.

Biomasse-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) sind, wenn auch die Wärme genutzt wird, effiziente Erzeugungsanlagen. Sie leisten einen großen Beitrag zum Klimaschutz, sind verlässlich, steuerbar und können an die Bedürfnisse im Stromsystem angepasst werden. "Die Volatilität von gewissen erneuerbaren Erzeugungsanlagen stellt unser Energiesystem vor große Herausforderungen. Biomasse-KWKs werden daher auch in Zukunft Bedeutung haben, da sie unabhängig von Wind, Sonne oder der aktuellen Wasserführung der Flüsse funktionieren und gerade im Winter die benötigte Energie verlässlich abliefern können", erklärt Traupmann.

Zwtl.: Rund 6.400 Arbeitsplätze durch Holzkraftwerke

"Österreichische Biomasse, die in KWKs zum Einsatz kommt, sorgt für Wertschöpfung in den Regionen und trägt damit wesentlich zur Entwicklung im ländlichen Raum bei", ergänzt Traupmann den volkswirtschaftlichen Aspekt. Die Österreichische Energieagentur hat im Auftrag von IG Holzkraft die volkswirtschaftliche Bedeutung von heimischen Holzkraftwerken seit Inkrafttreten der Ökostromvergütung [analysiert] (https://www.ots.at/redirect/biomasseverband20). In Summe wurden in Österreich volkswirtschaftliche Effekte in der Höhe von 6,5 Mrd. Euro erwirtschaftet. Würde man beispielsweise gänzlich aus Holz-KWKs aussteigen, wären rund 6.400 Arbeitsplätze gefährdet. Im Gegenzug würde bei einem Szenario, bei dem die Stromerzeugung aus Holzkraftwerken auf 3 Terawattstunden (TWh) erhöht wird, die Anzahl der Beschäftigten auf knapp 10.000 Vollzeitäquivalente steigen.

Quelle: Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency


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