© Alexandra- Alexas_Fotos / pixabay.com
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Geopolitische Risiken der Klimamanipulation

Wie zu erwarten, hat der kürzlich vorgestellte Bericht des „Weltklimarates“ IPCC die Diskussionen um Klimamanipulationen bzw. Geoengineering neu angefacht.

Die Informationsstelle Militarisierung e.V. (IMI) verweist vor diesem Hintergrund auf eine neu veröffentlichte Studie, die sich mit den geopolitischen Implikationen entsprechender Maßnahmen auseinandersetzt. Da jede der bislang erwogenen und kurz vorgestellten Technologien Gewinner und Verlierer hervorbrächte, bestehe die Gefahr einer „Militarisierung des Klimas“: „Es drohen Wettkämpfe um Ressourcen, Streits um negative Folgen oder Konflikte um die Kontrolle des regionalen Klimas“, so die Studie von Manuel Kreutle.

„Der aktuelle Bericht des IPCC unterstreicht, dass ohne eine radikale Reduzierung der Emissionen massive Folgen und Katastrophen drohen“, so Jürgen Wagner, geschäftsführender Vorstand der IMI. Dies wecke Hoffnungen und Begehrlichkeiten, mit großtechnischen Scheinlösungen in das Klima einzugreifen. Die Bundesregierung habe bereits angekündigt, entsprechende Forschung zu reglementieren, was auch als Einstieg in die Option der Klimamanipulation verstanden werden könnte.

Die Studie „Klimainterventionen und Geopolitik“ gibt einen Überblick über die bisherigen Forschungen und Positionierungen einiger Staaten (USA, Deutschland, Indien, China) zum Thema Geoengineering und kommt zu dem Schluss, dass ein weltweit koordinierter Einsatz solcher Technologien unwahrscheinlich ist und bereits Verhandlungen hierüber neue Konflikte auslösen könnten. Wahrscheinlicher hingegen seien ein uni- oder „minilaterale“ Ansätze. Dass bereits jetzt häufig das Militär und militärnahe Institutionen in die Entwicklung eingebunden und diese auch prädestiniert für die Bereitstellung und den Schutz der benötigten Infrastrukturen sind, erhöhe das Konfliktpotential weiter.


Artikel Online geschalten von: / holler /