© Couleur Ilona pixabay.com / Nudeln
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Österreichische Produkte müssen klar als solche erkennbar sein

LK NÖ: Lebensmittelcheck soll Schwachstellen bei der Herkunftsdeklaration aufzeigen

St. Pölten - Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich nimmt im Rahmen des Lebensmittelchecks ab sofort Produkte in Supermärkten genauer unter die Lupe. Dabei soll ein besonderer Fokus auf Herkunftstransparenz gelegt werden, damit heimische Produkte auch als solche erkannt werden. Beim ersten Check wurden Eier-Teigwaren ins Visier genommen. Das Ergebnis: Konsumenten, die bei Teigwaren auf österreichische Qualität setzen wollen, haben es mit der derzeitigen Deklaration schwer.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf: "Unsere Bäuerinnen und Bauern halten die höchsten Umwelt- sowie Tierschutzstandards ein, damit sind sie die besten Konsumentenschützer. Das muss auch beim Griff ins Regal erkennbar sein." Der neue Check soll Schwachstellen bei der Herkunftsdeklaration aufzeigen und heimische Lebensmittel im Handel stärken.

"Besonders bei den Eigenmarken der Handelsketten sind die Rohstoffe kaum nach der Herkunft deklariert und bleiben damit austauschbar. Bei uns in Österreich gibt es strenge Produktionsstandards sowohl bei der Getreideerzeugung als auch bei der Eierproduktion. Viele Konsumenten wollen sich auf österreichische Qualität verlassen, suchen aber vergeblich die Information. Dabei zeigt 'Ja Natürlich' mit seinen Nudeln, dass Herkunft durchaus transparent gemacht werden kann", erklärt Landwirtschaftskammer-Präsident Hermann Schultes.

Pernkopf und Schultes fordern daher eine umfassende Herkunftsdeklaration bei verarbeiteten Produkten um Sicherheit und Transparenz für die Konsument(inn)en zu schaffen sowie die Verwendung von hochqualitativen heimischen Produkten sichtbar zu machen.

Mängel bei Angaben zu Herkunft und Haltungsform bei Eier-Teigwaren


Eier-Teigwaren bestehen nur aus zwei Zutaten - Eiern und Hartweizengrieß. Das ermöglichte es den Experten der Landwirtschaftskammer Niederösterreich Produkte dieser Kategorie beim ersten Check gut miteinander zu vergleichen. Insgesamt wurden 23 Proben erhoben und eingehend auf eine transparente Angabe der Herkunft untersucht. Bei mehr als der Hälfte der untersuchten Teigwaren war die Herkunft der Eier nicht angegeben. Noch prägnanter war das Ergebnis bei Hartweizengrieß: Von 23 Proben konnte nur bei drei festgestellt werden, dass der Hartweizengrieß aus Österreich stammt, bei 20 Proben fand sich dazu keine Angabe.

Bei der Haltungsform sieht dies schon anders aus, bei 16 von 23 Produkten war sie mit Boden- beziehungsweise Freilandhaltung angegeben. Bei sieben Produkten, die keine Angabe in Bezug auf die Haltungsform hatten, kann sich jeder selbst ein Urteil bilden, um welche Haltungsform es sich wohl handeln wird. Die Eier könnten aus dem Ausland und somit aus der in Österreich verbotenen Käfighaltung stammen.

Kennzeichnungsmängel jetzt melden

Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich wird in regelmäßigen Abständen weitere Produktgruppen auf die transparente Kennzeichnung von Qualität und Herkunft unter die Lupe nehmen. Kennzeichnungsmängel können an die LK NÖ gemeldet werden: .


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