© luctheo - pixabay.com
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Atomkraftwerk Krsko: Wieder Zwischenfall!

Der gestrige Zwischenfall beim AKW Krsko zeigt die Probleme des veralteten Kraftwerks

Am Donnerstag kam es wieder zu einem Zwischenfall im slowenischen Atomkraftwerk Krsko, es schaltete sich nach einem Problem im Kühlsystem von selbst ab. Das AKW nahe der kroatischen Grenze, dass noch vom ehemaligen Jugoslawien errichtet wurde, liefert
Strom für Kroatien und Slowenien und wird von den beiden Ländern gemeinsam betrieben. Ursprünglich war eine Außerbetriebnahme im Jahr 2023 geplant, Slowenien und Kroatien haben jedoch im Vorjahr trotz herber Kritik eine Laufzeitverlängerung von 20 Jahren beschlossen. Das Kraftwerk ging 1981 in Betrieb. Es ist nicht nur bereits veraltet, sondern es liegt noch dazu in einer Erdbeben gefährdeten Zone.

"Der Zwischenfall im Atomkraftwerk Krsko verdeutlicht ein weiteres Mal, wie gefährlich und unverantwortlich die Laufzeitverlängerung des Atomkraftwerkes Krsko für Menschen und Natur tatsächlich ist. Der Kärntner Landtag hat sich mehrfach gegen Atomenergie ausgesprochen. Die Verantwortlichen müssen endlich handeln", so VP-Energiesprecher Franz Wieser nach der Hiobs-Botschaft über den Zwischenfall im AKW Krsko. Die Kärntner Volkspartei habe sich klar und deutlich im Landtag gegen eine Verlängerung der Laufzeit des AKWs ausgesprochen. Mittels Dringlichkeitsantrag vom November 2013 wurde zuletzt sogar die sofortige Abschaltung des AKW´s Krsko gefordert. "Die Verantwortlichen müssen endlich handeln und im Sinne der Bevölkerung die Beschlusslagen des Kärntner Landtages umsetzen. Wie viele Störfälle braucht es noch, dass die drohende Gefahr ernst genommen wird", fragt Wieser. Kärnten müsse als betroffenes Nachbarland seine Interessen wahrnehmen und auch selbst als positives Beispiel vorangehen. Die Nutzung erneuerbarer Energieformen im eigenen Land muss dazu endlich voranschreiten. "Die Kärntner Volkspartei bleibt bei Ihrer Position: Nein zur Atomenergie - Ja zu erneuerbaren Energien!"

Sofortige Stilllegung von Krsko gefordert

Auch BZÖ-Bundesobfrau LAbg. Mag. Johanna Trodt-Limpl verlangt die sofortige Stilllegung des AKWs Krsko. Die ständigen Zwischenfälle seien ein Beweis für den maroden Zustand dieses AKWs. "Von Krsko geht eine tödliche Gefahr, besonders für Kärnten und die Steiermark, aus. Wenn es zu einem Atomunfall kommt, ist der südösterreichische Raum ausgelöscht. Bundes- und Landesregierungen müssen mit allen Konsequenzen auf Slowenien einwirken, damit dieser Schrottreaktor endlich vom Netz geht", verlangt Trodt-Limpl.

"2008 wurde eine europaweite Warnung wegen eines Lecks im Kühlsystem ausgesprochen, zudem befindet sich das Kraftwerk an einem Standort mit Erdbebengefahr. Diese tickende Zeitbombe braucht und will niemand. Anstatt den Ausbau alternativer Energiequellen voranzutreiben, hält man noch immer verbissen an der Kernenergie fest."

Ähnliche Forderungen kamen auch von der Kärntner FPÖ.



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