© Greenpeace Neuseeland
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Weltweiter Greenpeace-Aktionstag für Schutzgebiet in der Arktis

Energiekonzerne müssen Verantwortung für den Klimawandel übernehmen

Weltweit erklimmen heute Greenpeace-AktivistInnen in 23 Ländern Berge und Hochhäuser, um ein Schutzgebiet in der Arktis zu fordern. Im Zuge des weltweiten Aktionstages haben Greenpeace AktivistInnen auch spektakuläre Aktivitäten in Österreich gesetzt. Am Gletscherrand des Salzburger Goldbergkees haben AktivistInnen ein Banner mit der Botschaft "Mit dem Eis schmilzt unsere Zukunft" ausgebreitet. In Niederösterreich flog ein Paragleiter mit dem Schriftzug "Save the Arctic" über die Hohe Wand. "Das Abschmelzen der Arktis ist nur ein beunruhigendes Beispiel von vielen für den globalen Klimawandel. Wie der Weltklimarat in einem jüngsten Report bestätigt, treibt der unstillbare Durst nach fossilen Energien den Klimawandel weiter voran", erklärt Lukas Meus, Arktissprecher bei Greenpeace in Österreich.

Der Weltklimarat (IPCC) stellt in seinem aktuell veröffentlichten fünften Sachstandsbericht dar, dass die Weltgemeinschaft auf einen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um bis zu 4,8GradC zusteuert. Damit wird das dringend notwendige Ziel, den Anstieg auf 2GradC zu begrenzen bei Weitem verfehlt. Verantwortlich ist laut dem IPCC die Verfeuerung von fossilen Energieträgern, die die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre massiv ansteigen lässt. "Der Weltklimarat zeigt uns aber auch deutlich den Ausweg aus der Klimakrise auf. Dieser liegt im sofortigen Ausstieg aus der fossilen Energieproduktion und dem Vorantreiben der Energiewende", so Meus.

Energiekonzerne investieren dennoch weiter in die fossile Energieproduktion und wollen Gegenden wie die Arktis, in denen Ölbohrungen extrem gefährlich sind, erschließen. Ölkonzerne sehen dabei im zurückgehenden Eis ihre Chance auf Profit; in den letzten 30 Jahren verschwanden 75 Prozent der Eisdecke im arktischen Sommer. "Ölbohrungen in der Arktis sind aufgrund der extremen Wetterbedingungen eine tickende Zeitbombe", so Meus: "Ein Ölunfall könnte die Arktis für Jahrzehnte oder für immer zerstören. Ohne dieses intakte Ökosystem wird der Klimawandel noch schneller vorangetrieben."

Der weltweite Aktionstag ist Teil der internationalen Greenpeace-Kampagne zum Schutz der Arktis. Bereits mehr als fünf Millionen Menschen setzen sich mit einer Petition (www.schuetztdiearktis.at) für ein Schutzgebiet rund um den Nordpol und gegen Ölbohrungen in der Arktis ein. Eine von Greenpeace initiierte Befragung in 30 Ländern, die heute veröffentlicht wurde, zeigt zusätzlich, dass 74 Prozent der Befragten eine Forderung nach einem Schutzgebiet in der Arktis unterstützen. "Nirgendwo sonst sind die Folgen des Klimawandels so stark spürbar wie in der Arktis. Nur als weltweite Bewegung können wir die Arktis schützen", so Meus.



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