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Brunner: Schutz der Eisbären wird im Parlament beschlossen

Eisbären sind durch verstärkte Förderung von Erdöl und Erdgas in der Arktis bedroht

Wien- "Heute ist Welt-Eisbären-Tag! Ein guter Tag, um im Parlament einen Antrag zum Schutz der Eisbären zu beschließen", freut sich Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen. Auf unsere Initiative hin ist es im letzten Umweltausschuss zu einer Fünf-Parteien-Einigung gekommen, die heute beschlossen wird. Darin steht, dass sich die Regierung bei der nächsten Vertragsstaaten-Konferenz des Washingtoner Artenschutzabkommens im März 2013 für eine Listung des Eisbären in Anhang 1 des Abkommens einsetzen muss, um so den internationalen Handel einzudämmen und den bestmöglichen Schutz der Art zu gewährleisten.

Der Klimawandel und der rasante Rückgang des Polareises bedrohen den Eisbären in seiner Existenz. Er ist dadurch zum Symbol des Klimawandels geworden. Eine massive Einschränkung ihres Lebensraumes erfahren die Eisbären bereits jetzt - auch durch die verstärkte Förderung von Erdöl und Erdgas in den arktischen Regionen. Insbesondere die Gebiete, in denen sich die Weibchen zur Winterruhe und zur Geburt zurückziehen, sind hiervon betroffen. Deswegen ist es wichtig, die Arktis als Schutzgebiet zu verankern. Wichtig wäre aber auch, dass sich österreichische Unternehmen nicht an Industrieprojekten wie z.B. der Öl- und Gasförderung in der Arktis beteiligen. Zu diesem Schritt konnten sich die Regierungsparteien nicht durchringen. "Wer aber Eisbären schützen will, darf Unternehmen, die sich an Industrieprojekten in der Heimat des Eisbären beteiligen, keine Exportsubventionen geben. Wir werden daher in der heutigen Plenarsitzung am Welt-Eisbären-Tag einen zusätzlichen Antrag für den Schutz der Arktis einbringen. Dann ist klar, ob die Regierung auch österreichische Unternehmen in die Pflicht nimmt, wenn es um den Schutz der Eisbären geht", hält Brunner fest.



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