© Steve Buissinne pixabay.com / Orangen
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Reifen mit Orangenöl – eine echte Erfolgsstory

Pünktlich zum 100. Geburtstag hat Reifenhersteller Yokohama sein wohl ehrgeizigstes Umweltprojekt abgeschlossen: Innerhalb von zehn Jahren wurden an Unternehmens-Standorten weltweit insgesamt eine halbe Million Bäume gepflanzt.

In Sachen Ökologie ist der Yokohama Forever Forest aber nicht die einzige Erfolgsstory der letzten Jahre, die mit Bäumen zu tun hat. Eine weitere ist der Orangenbaum, der mit dem Öl seiner Früchte eine einzigartige Reifentechnologie ermöglicht. Was vor ebenfalls rund einem Jahrzehnt mit einigen Prototypen und Experimenten begann, hat sich längst zu einer ganzen Reifenfamilie ausgeweitet, die zahlreiche Modelle aus der umweltfreundlichen BluEarth-Palette umfasstl

Doch was ist das Geheimnis der natürlichen Ressource Orangenöl? Ökologisch gesehen, sprechen gleich mehrere Gründe für ihren Einsatz: So können in der Laufflächenmischung rund 20 Prozent des üblicherweise verwendeten Erdöls eingespart werden, so dass wertvolle fossile Rohstoffe gespart werden. Zeitgleich sinkt bei unveränderter Traktion der Rollwiderstand um ca. 20 Prozent und die Reifen-Nutzungsdauer verlängert sich durch einen deutlich geringeren Verschleiß. Und das ist nun wirklich ein kleines Wunder der Natur, denn üblicherweise ist die Reifenentwicklung immer mit Kompromissen verbunden: Vorteile in einem Bereich wirken sich meist negativ in einem anderen aus.

Ursprünglich war es übrigens nicht nur der Umwelt-, sondern vor allem der Performance-Gedanken, der die Orangenöl-Idee befördert hat, sondern die Entwicklung der Reifen auf den Rennstrecken der Welt für den späteren Straßeneinsatz. Das Orangenöl macht den Reifen dabei widerstandsfähiger gegen hohen Temperaturen, so dass er über längere Zeit und noch mehr Runden konstant hohen Grip bietet. Nicht umsonst gehört Orangenöl zu den klebrigsten natürlichen Substanzen überhaupt.


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