©  Land OÖ/ Auszeichnung für die Gemeinde Munderfing
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Oberösterreich zeichnet Umweltvorreiter aus

„Landespreise für Umwelt und Nachhaltigkeit 2017“ vergeben

Linz- Im Rahmen des Linzer Umweltkongresses verlieh Landesrat Rudi Anschober in feierlichem Ambiente die Landespreise für Umwelt und Nachhaltigkeit 2017. Dieser Preis ist die offizielle Auszeichnung Oberösterreichs für Menschen und Einrichtungen, die sich um eine zukunftsfähige Entwicklung im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit unseres Landes verdient gemacht haben.

‘Oberösterreichs Umweltpolitik lebt ganz stark vom Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger, vieler Pioniere, vieler Vorreiter/innen. Mit dem Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit wollen wir diese vor den Vorhang holen, uns bei ihnen bedanken, sie in ihrem Engagement bestärken und viele dazu auffordern, hier weiterzuarbeiten. Insgesamt wurden 30.000 Euro an Preisgeldern vergeben.", so LR Anschober.

Die Fachjury hat 14 von 67 eingereichten Projekten als preiswürdig befunden. Zusätzlich wurden zwei Sonderpreise zum Thema ‘Ansätze der Kreislaufwirtschaft in Betrieben’ und neun Anerkennungspreise verliehen.

Preisträger aus Linz: Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit 2017
· ELIN GmbH & Co KG für das Projekt Einfach nachhaltig – Innovatives Bauen & Revitalisieren
Die Firma Elin lebt seit Jahren und mit diversen Anstrengungen den Aspekt der Nachhaltigkeit als wirtschaftlichen Kern und stellt dabei auch unter Beweis, dass sich ökologisches Engagement in unterschiedlichsten Bereichen einsetzen lässt und sich dabei auch rechnet.

· Berufsschule Linz 8 für das Projekt SOKO BS 8
Die SOKO BS8 optimiert mit detektivischem Gespür sämtliche Bereiche der Berufsschule energietechnisch. Zahlreiche Energiediebe im Gebäude wurden gemeinsam mit den Schüler/innen bereits dingfest gemacht. Weitere Themen: Abfalltrennung und nachhaltige Ernährung.

· Johannes Kepler Universität Linz, SoMaP B Abteilung Physik weicher Materie, IPS B Institut für Polymerwissenschaften und Kompetenzzentrum Holz GmbH (WOOD K PLUS) für das Projekt Nachhaltige und biologisch abbaubare Sensoren
An der JKU wurden bislang wenig umweltfreundliche Sensoren nun buchstäblich zu Papier gebracht und können mit diesem Material ersetzt werden. Die Entwicklung von Sensoren aus Papier gilt als wegweisend für einen nachhaltigen Ressourceneinsatz im Bereich der Elektronik: biologisch abbaubar und kostengünstig.

· Volksschule 33 Dorfhalleschule für das Projekt Begegnungs- und Spielräume im Franckviertel
Schaffung internationaler Begegnungszonen für Kinder und Eltern, etwa durch gemeinsame Outdoor-Tage für Kinder unterschiedlichster Herkunft in der Natur. Ziel: Vielfalt in Umweltschutz und Gesellschaft.

· Franck Kistl – Nachbarschaftsverein für Ernährungssouveränität für das Projekt Vielfalt statt Monokultur – Kein Stress im Kistl
Regionales, biologisches Obst und Gemüse frisch von Feld und Garten direkt ins Franckviertel. Dafür sorgt die ‘Foodcoop Franck Kistl’ als Nachbarschaftsverein für Ernährungssouveränität.

Einer der Sonderpreise zum Thema ‘Ansätze der Kreislaufwirtschaft in Betrieben’ ging an die Johannes Kepler Universität Linz, Institute for Integrated Quality Design (IQD) für die Gründung des Stiftungsinstituts für Integrated Quality Design.
Umwelt hat Qualität. Daran orientiert sich auch das Institute for Integrated Quality Design. Und so trägt es mit seiner umfangreichen Forschungsagenda dazu bei, dass zentrale Themen der ökologischen Nachhaltigkeit bspw. im Produktionsbereich, in der Grundlagenaufbereitung, im Wissenstransfer und in der öffentlichen Diskussion stets präsent sind.

Preisträger Bezirk Kirchdorf: Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit 2017
Die Kirchdorfer Zementwerk Hofmann Gesellschaft m.b.H wurde für das Projekt ‘Emissionsärmstes Zementwerk’ mit dem Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit 2017 ausgezeichnet.
Etwa 40 Prozent der globalen CO2-Emissionen sind mit der Bauwirtschaft verbunden. Die Kirchdorfer Zementwerk Hoffmann GesmbH setzt daher seit Jahrzehnten Initiativen zur Emissionsminderung, danke Neuinvestitionen ist es heute das emissionsärmste Zementwerk.

Preisträger Bezirk Grieskirchen: Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit 2017
Die Betriebe Muggenhumer Energiesysteme GmbH, SiGeKo und KNV Energietechnik GmbH aus Grieskirchen wurden für ihr gemeinsames Projekt ‘Der Ringgrabenkollektor – eine ausgezeichnete Quelle’ mit dem Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit 2017 ausgezeichnet.

Erdwärme, statt Erderwärmung. Das hat sich die Muggenhumer Energiesysteme GmbH mit ihrem neuartigen Ringgrabenkollektor zum Ziel gesetzt. Eine Innovation made in Oberösterreich dient im Winter zum Heizen und im Sommer zum Kühlen und stellt so eine lärmarme Alternative zur Luftwärmepumpe dar.

· Dr. Alois Doppelbauer aus Gaspoltshofen erhielt den Preis für sein Projekt ‘Konzentrierte Sonnen-Energie’.
Mit Spiegeln versucht Dr. Doppelbauer konzentrierte Sonnenenergie einzufangen und damit beispielsweise Keller zu entfeuchten. Als Pionier der Solarenergie experimentiert er immer wieder mit neuen Anwendungen und gibt dieses Wissen weiter.


Preisträger Bezirk Braunau/ Inn: Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit 2017
Die Gemeinde Munderfing wurde für ihr Projekt ’W’underfing mit dem Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit 2017 ausgezeichnet.
Die Innviertler Gemeinde zählt zu den bundesweit aktivsten und innovativsten Modellgemeinden für eine nachhaltige Entwicklung und gehört zum Agenda 21-Netzwerk Oö. Kaum eine andere Gemeinde konnte über einen derart langen Zeitraum, so konstant und ideenreich ein derartiges Maß an Wirkung und Qualität erreichen.

Preisträger Bezirk Wels-Land: Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit 2017
Das Umweltcenter der Raiffeisenbank Gunskirchen wurde für das Projekt ‘Die grüne Bank in OÖ’ mit dem Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit 2017 ausgezeichnet.
Das Umweltcenter der Raiffeisenbank Gunskirchen fokussiert als grüne Bank auf die Finanzierung von nachhaltigen Unternehmen und Projekten. Im Vorjahr wurden bereits 23 Millionen Euro für derartige Vorhaben investiert.

Preisträger aus Wels: Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit 2017
· Die Bundeshandelsakademie 1 Wels erhielt den Preis für das Projekt ‘Greeen - Green Environment Education European Network”.
Das EU-Comenius Projekt "Greeen’ – steht für Green Environment European Education Network. Es hat sich dem Klimaschutz und dem Aufbau eines Netzwerkes verschrieben, dessen Umsetzung in Österreich bislang neu ist.

· Caritas für Menschen in Not – Integration – Lerncafé Vogelweide wurde für das Projekt ‘KONALE (KOmpendium NAchhaltigkeit LErncafés)’ mit dem Landespreis ausgezeichnet.
Das von der Caritas entwickelte Konzept der ‘Kompendium Nachhaltigkeit Lerncafes’, steht österreichweit allen Lerncafés zur Verfügung. Damit sollen noch mehr Menschen für Themen der Nachhaltigkeit sensibilisiert werden.

Einer der Sonderpreise zum Thema ‘Ansätze der Kreislaufwirtschaft in Betrieben’ ging an die alema Lehm GmbH für das Projekt ‘Lehmputz 2.0’.
Lehm als nachhaltiger Baustoff mit vielen raumklimatischen Vorteilen – der Firma Alema ist es darüber hinaus gelungen, ein umweltschonendes Produktions- und Anwendungsverfahren für Lehmputze zu entwickeln. Es fällt auch keinerlei Verpackungsmüll an, da das Produkt in Silos zur Baustelle geliefert wird.


Preisträger Bezirk Rohrbach: Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit 2017
· Das Biokompetenzzentrum Schlägl erhielt den Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit 2017 für das Projekt ‘Biolandbau in der Region festigen’.
Bio, und das mit Kompetenz. Das findet man an der landwirtschaftlichen Bio-Fachschule Schlägl, wo das Forschungsinstitut für biologischen Landbau gegründet wurde, zur Unterstützung der regionalen Betriebe und für neue Impulse für den Boden- und den Klimaschutz.

· Der Verein Lebensraum Donau-Ameisberg wurde für das Projekt ‘Bewusstseinsbildung/Umwelt und Nachhaltigkeit’ mit dem Landespreis ausgezeichnet.
Herkunft und nachhaltige, faire Herstellung bewegen die Initiative Lebensraum Donau-Ameisberg seit der Gründung vor 5 Jahren, um damit aktiv zur Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung beizutragen. Zuletzt ist daraus unter anderem die erste Fairtrade-Region Oberösterreichs entstanden.


Anerkennungspreise ergingen an:
· Arbeiterkammer Oberösterreich | Bildungshaus Jägermayrhof
‘Generalsanierung und Betrieb AK-Jägermayrhof’
· BG/BRG Wels Anton-Bruckner-Straße
‘Etikette Bruckner’
· BRG Schloss Wagrain
Schadstofffreie Schneckenbarrieren für Gärten
· Managementsystem der zertifizierten Rauchfangkehrer OÖ
Umweltzertifizierung
· Sokrates Schule Mühlviertel
Die Schule für Umwelt & Nachhaltigkeit
· SOLARier Gesellschaft für erneuerbare Energie mbH
Pioniere der Sonnenwärmenutzung
· Sozialhilfeverband Schärding
Essen auf Rädern mit E-Autos
· Tobias Donat
Lichtverschmutzung
· Verein Obermühlviertler Denkmalhof Unterkagerer
· Österreichische Naturschutzjugend Kasten
Kultur – Landschaft – Natur entdecken


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