© Climate Alliance Org / Radfahren gehörte zum Programm
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Der kommunale Wandel zu mehr Klimaschutz

Internationale Klima-Bündnis-Konferenz 2017 zeigt auf, wie es von Zielen zum konkreten Handeln kommt

© Climate Alliance Org / Gemeinsam für den Wandel
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Essen und Frankfurt am Main - In Essen, der Grünen Hauptstadt Europas 2017, trafen sich vor kurzem rund 200 Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen und Organisationen aus ganz Europa und Südamerika zur Internationalen Jahreskonferenz des Städtenetzwerkes Klima-Bündnis. Im Mittelpunkt stand diesmal die Transformation der Städte und Gemeinden hin zu mehr Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel und globaler Gerechtigkeit. Wichtige Themen waren die kommunale Zusammenarbeit in Regionen und kommunale Forderungen im internationalen Klimaprozess.

Tine Heyse, Klima-Bündnis-Vorsitzende und Vize-Bürgermeisterin für Umwelt, Klima, Energie und Nord-Süd der Stadt Gent, ist überzeugt, dass die Zusammenarbeit der Städte auf europäischer Ebene notwendig ist, da die Kommunen mittlerweile starke Verpflichtungen für den Klimaschutz eingegangen sind: ‘Das sind keine niedrig hängende Früchte, sondern Herausforderungen’.

Holger Matthäus, Ko-Vorsitzender und Senator für Bau und Umwelt der Hansestadt Rostock, betonte ‘die Schwarmintelligenz der über 1.700 Klima-Bündnis-Kommunen als unendlichen Kreativpool für den notwendigen
Klimaschutz’.

Verabschiedet wurde auch die Resolution ‘Städte, Gemeinden und Regionen als treibende Kraft für Klimaschutz und Nachhaltigkeit - für ein Gutes Leben für alle’. Damit zeigen die Klima-Bündnis-Mitglieder die Bedeutung der lokalen und regionalen Ebene bei der Umsetzung der Agenda 2030 und des Paris-Abkommens. Die Kommunen bekräftigten darin ihre Kooperation mit den indigenen Völkern der Regenwälder in Amazonien, die fast nichts zum Klimawandel beigetragen haben, aber heute schon stark unter den Auswirkungen leiden.

Unverzichtbar für eine erfolgreiche Energiewende - insbesondere aus Sicht des Klima-Bündnis und seiner indigenen Kooperationspartner in den Regenwäldern, die von Eriberto Gualinga aus der Kichwa-Gemeinde Sarayaku vertreten wurden, sind die globalen Nachhaltigkeitsziele. Gerade die ärmsten Länder brauchen zur Anpassung an den Klimawandel, den sie nicht verursacht haben, finanzielle Unterstützung. Sonst drohen Entwicklungsfortschritte dem Klimawandel gleich wieder zum Opfer zu fallen.

Die zweite beschlossene Resolution ‘Anpassung an den Klimawandel auf kommunaler Ebene umsetzen’ enthält ein Set von Empfehlungen für europäische und nationale Entscheidungsträger zur Anpassung an den Klimawandel. Sie soll Kommunen in ihren Bemühungen unterstützen ihre Bevölkerung vor Überhitzungen und Überschwemmungen zu schützen.
Die Gastgeberstadt Essen, vertreten durch Simone Raskob, Beigeordnete und Geschäftsbereichsvorstand Umwelt und Bauen, ist die erste Stadt der Montanindustrie, die den Titel Grüne Hauptstadt Europas gewonnen hat. Ihre erfolgreiche Transformationsgeschichte von einer Kohle- und Stahlstadt zur grünsten Stadt in Nordrhein-Westfalen ist Vorbild für viele Städte Europas im Strukturwandel, ganz nach dem Motto der Klima-Bündnis-Konferenz ‘Von Zielen zum Handeln’.

Weitere Informationen zur Konferenz:
www.klimabuendnis.org


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