Bild: © Kathrin Gollackner / Die neue Anlage wurde bei einem Betriebsbesuch von BM Andrä Rupprechter und der Salzburger LH-Stv.in. Dr. Astrid Rössler offiziell in Betrieb genommen.

Bild: © Kathrin Gollackner / Die neue Anlage wurde bei einem Betriebsbesuch von BM Andrä Rupprechter und der Salzburger LH-Stv.in. Dr. Astrid Rössler offiziell in Betrieb genommen.

Erfolgreiches Wirtschaften und Klimaschutz kein Widerspruch

3.2.2016
Neues Biogas-Werk in Hallein in Betrieb

Hallein - Schweighofer Fiber baut Bio-Energie aus: Nicht nur das eigene Werk wird versorgt, sondern die Anlage liefert auch Ökostrom und Fernwärme für tausende Haushalte. Die Energieerzeugung ist neben der Herstellung von Viskosezellstoff bereits ein wichtiges Standbein.

Schweighofer Fiber produziert seit 2013 hochwertigen Viskosezellstoff zur Herstellung von Textilfasern und zählt mittlerweile zu den Global Playern. Einen besonderen Stellenwert hat dabei die Herstellung von Biogas als „Nebenprodukt“ der Zellstoffproduktion, deren Art und Weise in der Branche einzigartig ist. Nun wurde die neue Anlage „Bio Bed Reaktor Nummer 3“ bei einem Betriebsbesuch von DI Andrä Rupprechter, Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, und der Salzburger Landeshauptmann-Stellvertreterin Dr. Astrid Rössler offiziell in Betrieb genommen.

„Ein zukunftsfähiges Energiesystem muss Energie effizient nützen und mit erneuerbaren Energieträgern arbeiten. Das neue Werk von Schweighofer Fiber in Hallein zeigt, dass erfolgreiches Wirtschaften und Klimaschutz kein Widerspruch sind. Nach Abschluss des Weltklimavertrags in Paris ist nämlich eines klar: Klimafreundlichen Alternativen zur fossilen Energie gehört die Zukunft“, erklärt Bundesminister Andrä Rupprechter.

„Schon mit der Errichtung der Photovoltaikanlage im Jahr 2014 hat Schweighofer Fiber einen markanten Schritt bei der Nutzung erneuerbarer Energieträger gesetzt. Diesen Weg geht das Unternehmen konsequent weiter und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, betont auch LH Stv. Dr. Rössler.

„Die Steigerung der Ressourceneffizienz ist eine Win-win-Situation: Höhere Effizienz ist ein Wettbewerbsvorteil, den wir am weltweiten Markt nutzen. Zudem profitiert die Umwelt – das verstehen wir unter unserem ganzheitlichen Ansatz ‚Mehrwert aus Holz‘“, erläutert Gerald Schweighofer die Philosophie des Unternehmens. Bei der Herstellung von Viskosezellstoff wird Holz zu 40 Prozent stofflich genutzt. Der verbleibende Anteil wird ebenfalls für eine hochwertige Nutzung eingesetzt, zum Beispiel in der Bauindustrie, bei der Kupferschmelze oder als Zusatz für Dünge- und Futtermittel. Gemeinsam mit Partnern wird auch die Herstellung von Bio-Materialien untersucht.

Energieerzeugung als wichtiges Standbein

Schon heute ist Schweighofer Fiber einer der größten industriellen Lieferanten von Bio-Energie in Salzburg und Österreich. „Wir versorgen 17.000 Haushalte mit Ökostrom, 12.000 Haushalte in Hallein und in der Stadt Salzburg heizen mit Fernwärme aus unserem Zellstoffwerk. Natürlich wird auch unser eigenes Werk versorgt“, sagt Geschäftsführer DI Jörg Harbring über aktuelle Zahlen. „Damit ist die Energieerzeugung neben der Herstellung von Viskosezellstoff für die Textilfaserproduktion zu einem wichtigen Standbein für Schweighofer Fiber geworden.“ Alle Brennstoffe, die am Standort zur Energieerzeugung zum Einsatz kommen, weisen zu 99,6 Prozent biogenen Ursprung auf. Kleine Mengen an fossilem Erdgas werden nur noch zum Wiederanfahren von Anlagen nach einem Stillstand verwendet.
Das Engineering und die Umsetzung der Biogasanlage wurden bei Schweighofer Fiber in Eigenregie durchgeführt. Die Investitionen beliefen sich auf 2,5 Millionen Euro. Der Biogasbehälter fasst 3.000 Kubikmeter Inhalt und hat 15 Meter Durchmesser sowie 23 Meter Gesamthöhe.

Weitere Informationen bietet die Umwelterklärung von Schweighofer Fiber:
http://www.schweighofer-fiber.at/de/umwelterklaerung.pdf

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