Bild: © mylokalsuche- pixabay.com / Massivholzboden hat Flair

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Fußböden aus Massivholz - die nachhaltige und umweltfreundliche Alternative?

26.1.2016
Ein Massivholzboden sieht nicht nur schön aus und hält bei guter Pflege ein Leben lang, er ist auch ein reines Naturprodukt, hergestellt aus einem nachwachsenden Rohstoff.

Doch wie umweltfreundlich sind Massivholzböden, auch im Hinblick auf die verwendeten Mittel zur Oberflächenbehandlung und Pflege wirklich?

Seine Langlebigkeit ist der größte praktische Vorteil eines Massivholzbodens. Im Gegensatz zum Mehrschichtparkett, das nur eine dünne Nutzschicht aus Edelholz besitzt, können entsprechend dicke Massivholzdielen viele Male wieder neu geschliffen und renoviert werden. Dem gegenüber steht der bei manchen Holzarten hohe Anschaffungspreis, welcher deutlich höher liegen kann als bei den meisten Bodenbelägen aus anderen Materialien. Grundsätzlich ist Holz ein klimafreundlicher Rohstoff: Ein Baum nimmt während seines Lebens Kohlenstoffdioxid aus der Luft auf und speichert es als Kohlenstoff im Holz, wo dieser so lange bleibt, bis das Holz verbrannt wird oder verrottet. Doch wirklich umweltfreundlich ist Holz als Rohstoff nur dann, wenn dafür Bäume nicht einfach wahllos abgeholzt werden oder gar Tropenholz aus dem Raubbau von Urwäldern verwendet wird. Die meisten großen Parketthersteller decken ihren Holzbedarf nach eigenen Angaben aus nachhaltiger Forstwirtschaft, was die Umweltfreundlichkeit ihrer Produkte gewährleisten soll. Durch den Bedarf an Eichen- oder Buchenholz für Massivholzböden werden außerdem in manchen Regionen verstärkt diese Laubbaumarten angepflanzt, wodurch die Entstehung und der Erhalt artenreicher Mischwälder anstelle der häufig in der Forstwirtschaft anzutreffenden Fichten-Monokulturen gefördert wird. Ein ökologisches Plus ist jedoch, dass für die Herstellung von Massivholzdielen zum Teil deutlich weniger Energie benötigt wird als bei allen anderen üblichen Materialien für Bodenbeläge. Außerdem enthalten sie keine Klebstoffe und sind, soweit umweltverträgliche Mittel zur Oberflächenbehandlung eingesetzt wurden, vollständig biologisch abbaubar. Dies kann durch die Verwendung von natürlichen Wachsen und Ölen zur Versiegelung und zum Schutz der Oberfläche gewährleistet werden. So gibt es etwa Holzöle auf Leinölbasis, welche eine robuste und weitgehend wasserdichte Versiegelung des Parketts ermöglichen. Eine Verwendung von Hartöl ermöglicht eine noch dauerhaftere Versiegelung des Holzbodens. Hierbei ist vor allem der Schutz des Holzes gegen Feuchtigkeit sehr wichtig. So sollten trotz hinreichender Versiegelung etwa Nässe oder gar Wasserpfützen auf dem Boden unbedingt vermieden werden.
Verschmutzungen lassen sich in der Regel trocken oder mit einem feuchten Tuch leicht entfernen. Da ein glatter Holzboden praktisch staubfrei gehalten werden kann ist er auch ein idealer Bodenbelag für Hausstauballergiker.

Wer die bei manchen Hartholzarten etwas höheren Kosten nicht scheut und ein langlebiges Naturprodukt als Bodenbelag wünscht trifft mit einem Fußboden aus Massivholz sicher die richtige Wahl. Um Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit zu gewährleisten, sollte man beim Kauf jedoch unbedingt auf die Herkunft und Verarbeitung des verwendeten Holzes achten. Eventuell helfen hier entsprechende Prüfzertifikate und -siegel bei der Auswahl. In Österreich gibt es beispielsweise Böden, die mit dem Umweltzeichen ausgezeichnet wurden, in Deutschland mit dem blauen Engel.

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Artikel Online geschalten von: / stevanov /

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