Bild: © Nemo-pixabay.com

Bild: © Nemo-pixabay.com

Neue Prognos-Kurzstudie: Nutzen von Heimspeichern für geringeren Netzausbau bislang vollkommen unterschätzt

18.1.2016
Der Bedarf eines Netzausbaus sinkt signifikant

Wildpoldsried - Laut einer aktuellen Kurzstudie der Prognos AG können intelligente Solarstromspeicher die Kosten des Netzausbaus auf der Verteilnetzebene in Bayern und Baden-Württemberg um über 100 Millionen Euro pro Jahr reduzieren. Intelligente Batteriespeichersysteme wie die sonnenBatterie sind bestens geeignet, Einspeisespitzen um die Mittagszeit zu vermeiden und damit Solarenergie netzoptimiert einzuspeisen. Durch die so verringerte Einspeiseleitung zu Spitzenzeiten sinkt der Bedarf für den sonst notwendigen Netzausbau signifikant, insbesondere auf der Niederspannungsebene.

„Mit Hilfe unserer intelligenten PV-Speicher können Hausbesitzer nicht nur ihren Eigenverbrauch von Solarstrom maximieren, sondern auch mit dem vorausschauenden Ladeverhalten einen wichtigen Beitrag zur Senkung der Kosten der Energiewende leisten.“ sagt Philipp Schröder, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing der Sonnen GmbH.

Durch das intelligente und vorausschauende Ladeverhalten werden Batteriespeicher nicht schon in den Morgenstunden mit überschüssigen Solarstrom komplett geladen sondern können gezielt Kapazität für die Mittagsspitzen freihalten. Basis dafür ist ein automatischer Abgleich von Wetter- und Verbrauchsdaten.

Die Kurzstudie beruht auf konservativen Prognosen im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie für die installierte PV-Leistung bis 2032. Bei einem angenommenen Zubau von PV-Anlagen in Süddeutschland von 6,2 GW am Niederspannungsnetz können durch die Erweiterung um intelligente Speicher Netzkosten von 120 Euro pro Jahr und Anlage eingespart werden.

„Aufgrund unserer Kostenkalkulation muss der PV-Speicher in der Umverteilungsdebatte neu bewertet werden. Reduzieren Speicherbetreiber die PV-Einspeisung zur Mittagsspitze, entlasten sie das Gesamtsystem ohne dass auf erneuerbare Stromerzeugung verzichtet werden muss.“ erklärt Frank Peter, Projektleiter der Prognos AG.

Im direkten Vergleich mit Eigenversorgungsmodellen ohne Batteriespeicher wird deutlich, dass Batteriespeicher einen volkswirtschaftlichen Mehrwert bieten und einen wesentlichen Beitrag zur sicheren Energieversorgung durch Erneuerbare Energien leisten. Aufgrund geringerer Netzausbaukosten sieht die Bilanz von Batteriespeichern gegenüber Versorgungsmodellen ohne solche Speicher aus Sicht des Gesamtsystems stets positiv aus.

Ein weiterer großer Schritt hin zur besseren Integration von erneuerbaren Energien ist die intelligente Vernetzung von Batteriespeichern mit Erzeugungsanlagen. In der kürzlich neu vorgestellten sonnenCommunity werden Erzeuger, Verbraucher und Speicherbetreiber zusammengeführt, so dass sie sich untereinander mit Strom versorgen können. Neben dem verringerten Netzausbau ist hierbei ein weiterer energiewirtschaftlicher Effekt, dass der Börsenstrompreis geglättet wird und selbst kleine Erzeugungsanlagen in die Direktvermarktung wechseln können.

Artikel teilen:
Artikel Online geschalten von: / holler /

Artikel senden Artikel drucken