Bild: © Hofer/ Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb von der BOKU und Günther Helm, Sprecher der Geschäftsleitung und Generaldirektor der Hofer KG

Bild: © Hofer/ Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb von der BOKU und Günther Helm, Sprecher der Geschäftsleitung und Generaldirektor der Hofer KG

"Projekt 2020": Startschuss für vollständige CO2-Neutralität bei Hofer

14.1.2016
Als erster Lebensmittelhändler in Österreich arbeitet Hofer seit Jänner 2016 komplett CO2-neutral

Grünstrom aus Österreich, Photovoltaikanlagen auf eigenen Dächern und eine Modernisierungswelle der Märkte sind nur einige Maßnahmen, die Hofer zur Reduzierung der eigenen Treibhausgase setzt. Durch die Unterstützung von Klimaschutzprojekten werden seit 1. Jänner 2016 zusätzlich die verbleibenden CO2-Emissionen kompensiert, wodurch Hofer vollständig CO2-neutral arbeitet.

"Bereits seit Jahren setzen wir unterschiedliche Maßnahmen, um den ökologischen Fußabdruck unserer unternehmerischen Tätigkeit so weit wie nur möglich zu minimieren. Seit Jänner 2016 gehen wir im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsinitiative ‚Projekt 2020‘ einen weiteren Schritt in eine grüne Zukunft und arbeiten als erster Lebensmittelhändler in Österreich vollkommen CO2-neutral", freut sich Günther Helm, Sprecher der Geschäftsleitung und Generaldirektor der Hofer KG über die erneute Vorreiterrolle seines Unternehmens in Sachen Klimaschutz.

In die Berechnung des CO2-Fußabdrucks - welche standardmäßig seit 2012 alle zwei Jahre erfolgt - bezieht der Lebensmittelhändler sämtliche Betriebsprozesse mit ein. Diese beinhalten neben eingekaufter Energie in Form von Strom, Gas und Öl auch direkte Emissionen, die durch den eigenen Fuhrpark, für Hofer tätige Speditionen zwischen Zentrallager und Filialen, Logistik, Kühlung und Heizung entstehen. Die CO2-Neutralität der Betriebsprozesse basiert dabei auf der Verwendung von Grünstrom aus Österreich, der Senkung der CO2-Emissionen auf ein Minimum und der Unterstützung von Klimaschutzprojekten durch den Zukauf von Klimazertifikaten. Die konsequente Klimaschutzpolitik - zu finden unter [www.projekt2020.at] (http://www.projekt2020.at/) - trägt bereits weitere Früchte in Form von Auszeichnungen: Einerseits wurde Hofer für sein Energiemanagementsystem im November 2015 vom TÜV AUSTRIA nach der Norm DIN EN ISO 50001 zertifiziert. Andererseits darf der Lebensmittelhändler das Logo TÜV AUSTRIA CO2-NEUTRAL mit Kompensation verwenden.

Grünstrom aus Österreich

Bereits seit 2013 beziehen alle Filialen, Logistikzentren und Bürogebäude ausschließlich österreichischen Grünstrom aus Kleinwasserkraft, Windenergie und Photovoltaik. Gemeinsam mit vielen weiteren Maßnahmen konnten so die CO2-Emissionen um über 60.000 Tonnen von 2012 auf 2014 reduziert werden. Zusätzlich ging am Dach der Zweigniederlassung Weißenbach in Kärnten im November 2014 der größte Photovoltaik-Anlagenverbund ans Netz. Dadurch konnten innerhalb von 12 Monaten 970 österreichische Haushalte mit Hofer-Grünstrom versorgt und rund 1.500 Tonnen CO2 eingespart werden. Aktuell gibt es neben Weißenbach bereits die CO2-emissionsfreie Filiale in Bergland sowie zwei Standorte in Wien, welche aus Mitteln des Ökostromfonds für Wien gefördert werden. Diese schöpfen ebenfalls einen Teil des Filial-Eigenbedarfs aus der Photovoltaikanlage.

Energieeffiziente Filialen

Mit der Eröffnung der ersten komplett CO2-emissionsfreien Filiale in Bergland Mitte November 2015 läutete Hofer ein neues Klimaschutz-Zeitalter ein. Das Vorzeigeprojekt vereint nämlich nicht nur alle technischen Möglichkeiten zur Senkung der CO2-Emissionen, sondern stößt keinerlei CO2 aus. Auch bei der laufenden Modernisierungswelle der restlichen Hofer-Filialen wird Klimaschutz großgeschrieben! Zum Einsatz kommen spezielle Lüftungsanlagen, ein zentrales Energiemanagementsystem, modernste LED-Technologien, eine effiziente Kälte-Wärme Verbundanlage mit Fußbodenheizung sowie klimafreundliche und natürliche Kältemittel. Zusätzlich wird der CO2-Ausstoß durch die kontinuierliche Ausstattung der LKW-Flotte mit schadstoffarmer Motorentechnologie und dem Einsatz einer ausgeklügelten Logistik auf ein absolutes Minimum reduziert.

Auch Kunden sind Klimaschützer

"Wie üblich bei "Projekt 2020"-Initiativen unterstützen wir auch unsere Kunden und Mitarbeiter dabei, ihren eigenen CO2-Fußabdruck zu verringern", so Günther Helm. Regelmäßig warten energiesparende Produkte wie Kühlgeräte und Waschmaschinen mit hohen Energieeffizienzklassen oder LED-Lampen in den Filialen. Bei Hofer Reisen haben Kunden die Möglichkeit, ihre Flug-Emissionen zu kompensieren, indem sie ein UN-zertifiziertes Klimaschutzprojekt unterstützen. Bereits heute können Hofer-Kunden zudem auch eine der Elektro-Ladestationen bei den Filialen in Brunn am Gebirge, Wien-Auhof oder Bergland in Anspruch nehmen und während des Einkaufs kostenfrei ihr Auto aufladen. Mittelfristig sind bis zu zehn Schnellladestationen in Österreich geplant.

Hofer unterstützt acht Klimaschutzprojekte

Durch die Vielzahl an effizienzsteigernden Maßnahmen schafft Hofer es nahezu selbstständig, bei seinen Betriebsprozessen CO2-neutral zu arbeiten. Die verbleibenden ca. 30.000 Tonnen CO2 werden seit 1. Jänner 2016 mithilfe von derzeit acht Klimaschutzprojekten, die gemeinsam mit namhaften Experten der Universität für Bodenkultur in Wien (BOKU) ausgewählt wurden, kompensiert. "Wir haben uns bei der Auswahl auf hochwertige, kleinstrukturierte Projekte aus verschiedenen Bereichen konzentriert, welche einen Bezug zur Lieferkette von Hofer-Produkten und zu Österreich aufweisen", begründet die renommierte Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb von der BOKU die Auswahl der Klimaschutzprojekte und kündigt weiter an: "Auch sind wir gerade dabei, ein eigenes Klimaschutzprojekt mit Hofer zu entwickeln - ein großer Schritt in Richtung grüne Zukunft."

Drei Beispiele zeigen die Vielfältigkeit der unterstützten Klimaschutzprojekte:

Ökoregion Kaindorf: Humusreiche Böden sind sehr fruchtbar und speichern darüber hinaus große Mengen CO2. Hofer unterstützt das Humusaufbauprojekt der Ökoregion Kaindorf durch den Ankauf von Humuszertifikaten. Der Humusaufbau durch die Bauern geschieht zum Beispiel durch Düngung mit Kompost, minimale Bodenbearbeitung und Dauerbegrünung. So werfen die Böden langfristig tendenziell höhere Erträge ab. Für jede Tonne nachweislich gebundenes CO2 im Boden erhalten die Landwirte ein Erfolgshonorar.

Äthiopien: Erstens wird eine Anlage zur Kompostierung biologischer Abfälle errichtet, um so die Wasserverschmutzung und den Methan-Ausstoß auf den Mülldeponien zu verringern. Zweitens werden 30 Hektar Wald auf einer bestehenden Brachfläche aufgeforstet.

Costa Rica: Um Aufforstung geht es auch in Costa Rica. Neben der Bindung von CO2 in den Bäumen trägt dieses Projekt zum Ökotourismus und zur Entwicklung der Region bei.

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