© minyucui- pixabay.com/ Windrad
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Erneuerbare Energie kann in der nächsten Verhandlungsrunde gestärkt werden

National festgelegte Beiträge im Rahmen des Pariser Abkommens müssen zunehmenden Business Case und globale Dynamik für erneuerbare Energien widerspiegeln

Bonn - Länder haben die Möglichkeit, deutlich bei national festzulegenden Beiträgen (NDC) Ihre Ziele im Bereich erneuerbare Energien zu erhöhen und im Einklang mit den Klimazielen im Rahmen der Pariser Vereinbarung zu beschleunigen, wie ein neuet Bericht der Internationalen Organisation für erneuerbare Energien Agentur (IRENA) aufzeigt.

Der Bericht wurde auf der UN-Klimakonferenz in Bonn veröffentlicht und ergab, dass die aktuellen Ziele (NDCs) und Energiestrategien erheblich verbessert werden können, um die globalen Klimaziele zu erreichen. Der Titel ‚ungenutztes Potenzial für Klimapolitik: Erneuerbare Energien in national festzulegende Beiträgen‘ zeigt auch, dass bereits innerhalb der erneuerbaren Energiestrategien mancher Länder solche Ziele vorliegen.

Der Einsatz von erneuerbarer Energie unter dem gegenwärtigen NDC würden weltweit jährlich 80 GW von Kapazitäten für erneuerbare Energien bringen, zwischen 2015 - 2030 hat jedoch ein derzeitiges Tempo mit 125 GW gebracht. Es dürfte jedoch so weiter gehen wie bisher, da auch neue Länder Kapazitäten für erneuerbare Energien installieren, so wie jährlich zwischen 2010 und 2016. Der Bericht hebt hervor, dass ein stärker integrierter Ansatz eine klarere Botschaft an die globale Investorengemeinschaft senden würde, die bereit ist, in diesen Sektor zu investieren.

‘Der Einsatz erneuerbarer Energien hat sich seit deutlich verstärkt, wenn erste Parteien erste Komponenten der erneuerbaren Energien national fest entschlossen angehen und ihre Beiträge bringen’, sagt Adnan Z. Amin, IRENA-Generaldirektor in einer Presse-Konferenz über die weltweite Klimapolitik und Energie, Wasser und Landwirtschaft als thematisches Segment . "Seither hat die zunehmende Attraktivität der erneuerbaren Energien als kostengünstigste Quelle für neue Energieversorgung in Ländern auf der ganzen Welt einen nie dagewesenen Einsatz ermöglicht."

‘Da sich die gesamte Gemeinschaft der Staaten für eine neue Runde der Klimaverhandlungen im Rahmen der Pariser Vereinbarung vorbereitet, ist es entscheidend ist, dass ein klares Verständnis vorhanden ist, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu vermeiden’, so Herr Amin. "Unsere Analyse zeigt, dass das Zusammenwirken von Innovation, sinkenden Kosten und positiver sozioökonomischer Energie der erneuerbaren Energien - zusammen mit dem eines Klimaschutzmandats - zwingende Argumente für beschleunigte Maßnahmen sind."

Als Teil eines Mechanismus, der in das Pariser Abkommen integriert ist, müssen die Länder im Laufe der Zeit neue NDCs aktualisieren oder übermitteln, von denen jedes so konzipiert ist, dass es schrittweise ehrgeiziger ist als das letzte. Mit der für 2020 geplanten zweiten Runde der NDCs soll im Jahr 2018 ein "Facilitativer Dialog" beginnen, bei dem die Vertragsparteien eine Bestandsaufnahme der ersten Fortschritte im Hinblick auf die gemeinsamen Ziele des Abkommens vornehmen werden.

Während die Emissionen des Stromsektors in den meisten NDCs berücksichtigt werden, sind darüber hinaus signifikante CO2-Reduktionen bei der Endenergieverwendung (Mobilität, Heizung und Kühlung) erforderlich, um die Ziele des Pariser Übereinkommens zu erreichen. Der Einsatz von erneuerbarer Energie in anderen Wirtschaftssektoren wie Verkehr, Industrie und Wohngebäuden kann ebenfalls einen erhöhten Ehrgeiz unterstützen.

Die IRENA verwendet auch die Plattform der UN-Klimakonferenz zur die Einrichtung eines neuen Länder-CLubs, in dessen Rahmen die strategische Planung und technische Unterstützung , dafür erneuerbaren Energie Ambitionen erreichbar zu machen und den NDC zu erhöhen, forciert wird.

Die wichtigsten Ergebnisse des Berichts sind:

Es besteht ein erheblicher Spielraum für Länder, ihre Ziele im Bereich der erneuerbaren Energien unter NDCs kosteneffizient zu erhöhen.
In Afrika kann NDC kosteneffektive Ziele 310 Gigawatt (GW) der erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2030 auslösen, das ist fast viereinhalb mal die Kapazität, die in NDCs skizziert wird. Derzeit ist bereits mehr als die doppelte Kapazität in NDCs ins Auge gefasst als in nationalen Plänen.
Nur zehn G20-Länder geben derzeit quantifizierte Ziele für erneuerbare Energien in ihren NDCs an, während alle Länder Ziele als Teil ihrer nationalen Energiepläne und -strategien festgelegt haben.
NDCs der G20-Staaten, die für 80 Prozent der gesamten CO2-Emissionsminderungen verantwortlich sind: Die bis 2050 erforderlichen Ziele können eine installierte Kapazität aus erneuerbaren Energien von 4,6 Terrawatts auslösen, was bis zum Jahr 2030 60 Prozent mehr ist, als die kombinierte Umsetzung nationaler Energieziele und aktueller NDCs.
Eine stärkere Angleichung der Ziele für erneuerbare Energien im Rahmen der NDC und der nationalen Energiepläne würde die Mobilisierung der Investitionen erleichtern, die erforderlich sind, um die Energiewende zu beschleunigen und Fortschritte bei der Verwirklichung der globalen Klimaziele zu erzielen.


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