© Gerd Altmann /pixabay.com
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Umweltdachverband: Österreich im Klimaschutz unter ferner liefen!

EU-weit zu wenig Ambition im Klimaschutz - Österreich nur auf Platz 17

Heute präsentierten die Organisationen Carbon Market Watch und Transport & Environment ihr aktuelles Ranking zu den Klimaschutz-Anstrengungen der EU-Mitgliedstaaten in Bezug auf die Effort Sharing Regulation, einem Schlüsselinstrument im Kampf gegen den Klimawandel. Betroffen sind Wirtschaftszweige, die für 60 % der europäischen Treibhausgasemissionen verantwortlich sind, jedoch nicht in den Geltungsbereich des EU-Emissionshandelssystems fallen, wie etwa der Verkehrs- oder Gebäudesektor. Das Ergebnis fällt ernüchternd aus: Nur drei EU-Länder befinden sich punkto Pariser Abkommen auf Kurs. "Österreich belegt den 17. Platz unter 28 bewerteten Ländern. Das ist sehr enttäuschend", sagt Franz Maier, Präsident des Umweltdachverbandes.

Österreich - mehr Ehrgeiz bitte!

Das Pariser Abkommen erfordert konkrete, sektorenübergreifende Anstrengungen, die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu beschränken. "Die heimischen Verhandler in Brüssel müssen danach trachten, die europäischen Zielsetzungen für 2030 und 2050 an den Verhandlungsergebnissen von Paris auszurichten, die bestehenden Schlupflöcher in den europäischen Rechtsakten, wie etwa die Anrechenbarkeit von "early actions", zu schließen und als Basis für Emissionsberechnungen aktuelle statt historische Werte heranziehen. Dafür gilt es, das europäische Bauwesen klimagerecht auszurichten und ein klares Ziel des sanierten Gebäudebestandes für 2050 vorzugeben, zu sauberem Transportwesen überzugehen und damit den Ausstieg aus dem Öl auf Schiene zu bringen. Vor allem aber müssen endlich Maßnahmen zur Verbrauchsreduktion und zur Steigerung der Energieeffizienz angegangen werden. Der Ausbau der erneuerbaren Energien hat naturverträglich zu erfolgen", so Maier abschließend.



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