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Spanien ist Windenergie-Europameister

Leitmesse der Windbranche in Barcelona mit Österreichpavillion - Österreicher zeigen das österreichische Know-How in Spanien auf

Vor 30 Jahren wurde das erste Windrad in Katalonien errichtet. 2013 wird in Spanien mehr Strom aus Windenergie erzeugt als von jeder anderen Stromerzeugungstechnologie. In dieser Woche ging die bedeutendste Konferenz und Messe der Windbranche in Barcelona über die Bühne. "Die österreichischen Firmen konnten mit dem Österreicher-Pavillon eine starke rot-weiß-rote Flagge zeigen", freut sich Florian Maringer, technischer Leiter der IG Windkraft.

Das erste spanische Windrad wurde vor genau 30 Jahren in Katalonien aufgestellt. Mittlerweile hat sich in Spanien sehr viel in Sachen Windenergie getan. 2013 speist das Land als erstes in ganz Europa mehr Windstrom ins spanische Stromnetz ein als jede andere Kraftwerkstechnologie. Bei der europäischen Windenergiekonferenz EWEA 2014 wurde Spanien für diese Leistung ausgezeichnet. "Damit ist die Windenergie mit einem Anteil von 21,1% führender Stromerzeuger in Spanien", berichtet Andrew Garrad, Präsident des europäischen Windenergie Verbandes EWEA und setzt fort: "Jeden Tag zahlt jeder Europäer und jede Europäerin zwei Euro für fossile Energieimporte. Der Wind kostet hingegen nichts. Europäischer Wind bläst über europäische Felder und produziert europäischen Windstrom und schafft europäische Jobs. Putin kann vielleicht den Gashahn zudrehen, aber den Wind kann er nicht abdrehen."

EWEA 2014 in Barcelona

Im Laufe dieser Woche fand sich die gesamte Windbranche in Barcelona ein, um die Windenergie wieder ein Stück weit voran zu bringen. Die EWEA 2014 ist die Leitmesse und -konferenz der Windbranche. Mehr als 8.000 BesucherInnen aus mehr als 60 Ländern konnten 350 Aussteller besuchen und über 100 Vorträge mitverfolgen.

Österreich auf Exportkurs

Das erfolgreiche Konzept eines Österreichpavillons, welches erstmals bei der EWEA 2013 in Wien realisiert wurde, hat sich auch in Barcelona bewährt. Mehr als ein halbes Dutzend österreichische Firmen waren mit einem Stand auf der Messe vertreten. Mehr als fünfzig ÖsterreicherInnen von mehr als 20 Firmen waren auf der EWEA 2014 präsent. "Als bedeutendstes Consultingbüro der Windbrache in Österreich waren wir bei 50% aller österreichischen Windparks beteiligt", berichtet Gerhard Steindl, Prokurist der Energiewerkstatt Consulting GmbH und ergänzt: "Jetzt wollen wir auch im Ausland verstärkt unsere Leistungen anbieten. Die EWEA 2014 ist hier die geeignete Plattform uns zu präsentieren." Mit einem speziellen Eiserkennungssystem war die Firma Hainzl ebenfalls beim Österreichpavillon vertreten. "Unsere Entwicklung kann den Eisansatz am Flügel bereits ab einer Dicke von einem Millimeter erkennen. Damit erhöhen wir die Betriebssicherheit und können auch die nutzbare Windleistung der Windkraftanlage erhöhen", erklärt Helmut Possegger, Bereichsleiter Systemtechnik von Hainzl und setzt fort: "Die Präsentation unserer Weltneuheit wurde vom Publikum regelrecht gestürmt. Es freut uns, dass unser hochspezialisiertes Know-how in der Windbranche Anklang findet." Das Grazer Unternehmen Uptime Engineering GmbH ist eine Consulting Firma und Entwickler von Software, um den Betrieb der Windkraftanlagen zu überwachen und zu optimieren. "Ursprünglich kommen wir aus der Automobilbranche", erzählt Christopher Gray, Geschäftsführer der Uptime Engineering GmbH und ergänzt: "Unsere Erfahrungen können wir in der Windbranche gut einbringen. Allgemein ist diesmal auf der EWEA zu spüren, dass es vermehrt um das Feintuning der Anlagen geht. Das zeigt, dass die Windenergie zur Industrie herangewachsen ist."

Ambitionierte verbindliche Ziele bis 2030 unbedingt erforderlich

"Let's make the Energiewende possible", fordert Hans-Dieter Kettwig, Geschäftsführer des deutschen Windkraftherstellers Enercon. Einmal mehr fordert die gesamte Windbranche von der Politik, drei ambitionierte und verbindliche Ziele für 2030 festzulegen.



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