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Große Mehrheit der ÖsterreicherInnen für mehr Windenergie

Windkraftausbau ist wichtiger Impuls für heimische Wirtschaft

Wien- Heute wurde in Wien eine aktuelle Umfrage des renommierten Meinungsforschungsinstituts Karmasin präsentiert, die ganz klar aufzeigt, dass eine überwältigende Mehrheit der ÖsterreicherInnen mehr Windenergie will. 77 % der Befragten sind für den weiteren Ausbau von Windkraftwerken. Diese Zahlen bestätigen die Ergebnisse ähnlicher Umfragen aus den vergangenen Jahren.

Befragt man die Bevölkerung, die in der Nähe von Windparks wohnt, geben sogar fast 1/3 der befragten Personen positive Auswirkungen auf ihre Lebensqualität an. Der durch das neue Ökostromgesetz ausgelöste Windkraftausbau der kommenden Jahre bringt 3,3 Mrd. an heimischer Wertschöpfung sowie zahlreiche Arbeitsplaätze für Österreich.

Große Mehrheit will Windkraftausbau

"77 % der befragten ÖsterreicherInnen sind für den Ausbau von Windkraftwerken. Die Zustimmung zur Windkraft liegt damit an zweiter Stelle ganz knapp hinter der Sonnenenergie und deutlich vor allen anderen Stromerzeugungsarten. In Niederösterreich, wo bereits ein Großteil der bestehenden Windkraftanlagen steht, ist die Windkraft sogar die beliebteste Stromerzeugungstechnologie", erläutert Dr. Sophie Karmasin, geschäftsführende Gesellschafterin der Karmasin Motivforschung, die Ergebnisse einer aktuellen Studie im Auftrag der IG Windkraft.

"Diese hohe Zustimmung entspricht ganz den Ergebnissen von verschiedenen Umfragen aus den vergangenen Jahren", freut sich Mag. Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft. Es zeigt sich weiters: Ein klares Nein nicht nur zum Bau von Atomkraftwerken (96 % sind gegen den Bau von Atomkraftwerken), sondern auch zum Bau von fossilen Kraftwerken, gegen den sich 45 % der Befragten aussprechen. Die saubere Stromerzeugung darf auch etwas kosten: 7 von 10 Österreichern sprechen sich für eine stärkere Unterstützung für Ökostrom aus.

Auswirkungen auf Lebensqualität?

Einen Einfluss von nahe liegenden Windparks auf die Lebensqualität empfindet ein Großteil der Bevölkerung nicht, dies beweisen die Antworten jener NiederösterreicherInnen, die in Nähe eines Windparks wohnen: Nur 3 % der Befragten, die in Nähe eines bestehenden Windparks leben, sehen durch die Windräder negative Auswirkungen auf ihre Lebensqualität, 13 % sehen sogar positive Auswirkungen. Auch durch einen weiteren Ausbau der Windkraft erwarten nur 6 % negative Auswirkungen auf ihre Lebensqualität. Fast 1/3 der Befragten (28 %) erwarten hingegen positive Auswirkungen auf die persönliche Lebensqualität. 62 % geben keine Auswirkungen auf ihre Lebensqualität an.


DI Fritz Herzog, Geschäftsführer der Ökoenergie aus Wolkersdorf, ist ein Windkraftbetreiber der ersten Stunde: "Diese Ergebnisse stehen im Einklang mit unserer Erfahrung. Die große Mehrheit der Menschen sieht in Windrädern sichtbare Zeichen einer sauberen, sicheren und heimischen Ökostrom-Erzeugung. Wir planen unsere Standorte mit großer Sorgfalt, damit es zu keinem negativen Einfluss auf die Anrainer kommt und machen das seit vielen Jahren unter Einbindung und Beteiligung der örtlichen Bevölkerung."

Wertschöpfung durch Windkraftausbau in Österreich

Das neue Ökostromgesetz 2012 sieht vor, dass im Zeitraum von 2010 bis 2020 zusätzlich 2.000 Megawatt Windkraft errichtet werden. Diese neuen Anlagen werden dann 4,3 Mrd. kWh Strom erzeugen, was dem Verbrauch von 1,2 Mio. Haushalten entspricht. Durch die Errichtung der Anlagen wird eine heimische Wertschöpfung von 3,3 Mrd. " ausgelöst. Knapp 1 Mrd. " an heimischer Wertschöpfung wird durch die Errichtung geschaffen, für den weiteren Betrieb sind es nochmals 2,3 Mrd. ". Durch den Windenergieausbau können darüber hinaus 43.000 Jahresarbeitsplätze (brutto) und mehr als 1.000 Dauerarbeitsplätze geschaffen werden. Insgesamt werden im Jahr 2020 dann 3.000 MW Windkraft am Netz sein. Alle Anlagen im Jahr 2020 werden mehr als 6,5 Mrd. kWh sauberen Strom liefern, das ist Strom für rund 50 % der österreichischen Haushalte und knapp 10 % des österreichischen Stromverbrauchs.

Zulieferbranche der Windkraft legt deutlich zu


Auch die heimische Zulieferindustrie ist im letzten Jahr wieder deutlich gewachsen. Mehr als 530 Mio. " wurden 2010 von der Windbranche umgesetzt. Über 3.300 Personen arbeiteten 2010 bereits in der gesamten Windbranche.


Ing. Helmut Fritz ist Relation Manager von Bachmann electronic, einem Weltmarktführer im Windkraftzulieferbereich, der in Vorarlberg elektrische Steuerungen für Windkraftanlagen herstellt. "Wir haben im letzten Jahr ca. 60 Mio. " im Bereich Windkraft umgesetzt, das ist eine Steigerung von 34%." freut sich Fritz und führt weiter aus: "In jedem zweiten Windrad das weltweit errichtet wird, steckt eine Steuerung von Bachmann. Damit sind wir ganz vorne mit dabei und wollen in den nächsten Jahren unsere Führungsposition in der Windbranche noch weiter ausbauen".


So wie Bachmann electronic gibt es einige Firmen in der österreichischen Windbranche, die in ihrem Segment Marktführer sind. Mit Leitwind kann Österreich auch einen Hersteller von Großwindkraftwerken aufweisen.



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