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Photovoltaic Austria: 5-8 % Sonnenstrom bis 2020 möglich

Hans Kronberger: Ökostromgesetz und Förderpraxis müssenüberdacht werden

Anlässlich der Pressekonferenz des Österreichischen Biomasse Verbandes unter dem Vorsitzenden Dr. Heinz Kopetz wurde die Broschüre "34 Prozent Erneuerbare machbar" präsentiert. Dazu erklärte Hans Kronberger, Präsident des Bundesverbandes Photovoltaic Austria: "Für das Jahr 2020 sind 5-8 % des in Österreich verbrauchten Stroms durch Photovoltaik möglich." (Bayern mit seiner 12 Millionen Bevölkerung deckt heute bereits etwa 2 % seines Gesamtstrombedarfs mit Photovoltaik-Strom.)

Die EU-Technologieplattform Photovoltaik (www.eupvplatform.org) geht davon aus, dass in den sonnenbevorzugten Gebieten, (etwa 30-40 % mehr Globalstrahlung als in Österreich) wie zum Beispiel in Süditalien beim dortigen etwas höheren Endverbraucherstrompreis, bereits etwa im Jahr 2010 eine Kostengleichheit mit dem Strom aus der Steckdose eintritt. In Ländern wie Österreich soll dieser Punkt laut EU-Technologieplattform etwa zehn Jahre später erreicht werden. Hans Kronberger: "Ich bezweifle diese Zahl und gehe nicht zuletzt wegen der rapide steigenden Endverbraucherpreise für Strom davon aus, dass die Netzparität bereits im Jahr 2015 erreicht wird." Wie heißhungrig die Österreicher nach Sonnenstrom sind, hat sich am 18. Juli beim Start der Förderung durch den Klimafonds (bei dem für Kleinanlagen eine einmalige Investitionsförderung in der Höhe von 2.800 Euro angeboten wurde) gezeigt. Das Fördervolumen von 8 Millionen Euro war nach 15 Minuten erschöpft." Kronberger fordert in diesem Zusammenhang sowohl ein Überdenken der Förderpraxis als auch eine Novellierung des eben erst beschlossenen Ökostromgesetzes.

Quelle: PHOTOVOLTAIC AUSTRIA Federal Association



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Weitere Infos: Photovoltaik Austria

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