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Mehr Zu-Fußgehen? Gehen geht!

Fußgängerbeauftragte der Stadt Wien am 08.05.2018 bei der Gruppe „bewusst.nachhaltig“ der Agenda 21 Plus Wien Alsergrund

Ziele der Stadt Wien

Petra Jens ist seit 5 ½ Jahren Fußgeherbeauftragte der Stadt Wien. Die Mobilitätsagentur in Wien setzt sich für das Zu-Fußgehen, das Radfahren sowie die barrierefreie Mobilität ein. Wesentliche Strategien der Stadt Wien mit Aussagen zum Zu-Fußgehen sind die Smart City Strategie, der STEP 2025 sowie das Strategiepapier Fußverkehr. Auch in den „Gesundheitszielen 2025“ der Stadt Wien findet sich das Handlungsfeld Fuß- und Radverkehr. Diese Fortbewegungsarten tragen zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen bei. Über den STEP 2025 soll ein Modal Split von 80:20 erreicht werden (Umweltverbund: MIV). 2017 lag dieser beim Zu-Fußgehen bei 28%. Im Jahr 2015 hat der Bund den Masterplan Gehen erstellt. Erst heuer im Sommer wird es dazu das erste Vernetzungstreffen geben! Zu-Fußgehen ist Sache der Gemeinden, die kleinste kommunale Ebene muss finanzieren.

Gehsteigbreiten in Wien, StVO, Schulstraßen

Die MA 18 hat vor einigen Wochen eine Studie über die Gehsteigbreiten in den Wiener Bezirken veröffentlicht. Es gibt zwar keine Gruppe zum Fußverkehr betreffend der StVO im BMVIT, dennoch wurde der § 48 geändert: temporäre Schilder können auf der Fahrbahn abgestellt werden! Der Modal Split auf dem Weg zur Schule bei 6 bis 10-Jährigen und die Nutzung des Pkw als Mitfahrer liegt bei ca. 20%. Die meisten Schülerinnen und Schüler dieser Altersgruppe in Österreich gehen zur Schule. Es gibt auch weitere positive Lichtblicke: Auch in Wien sind Schulstraßen geplant d.h., zu bestimmten Zeiten dürfen im Bereich vor Schulen keine Pkw mehr fahren.

Diskussion über Realitäten in Wien

Zu Beginn des Vortrags wurde eine Diashow mit positiven und negativen Umsetzungsbeispielen im Bezug auf die menschengerechte Stadt gezeigt.

In der anschließenden Diskussion wurde darauf aufmerksam gemacht, dass auch Vertreterinnen von MA‘s zur Veranstaltung eingeladen wurden, diese aber nicht zugesagt haben. Auch über Gründe zwischen guten Vorsätzen sowie vielen negativen Beispielen trotz positiven Umsetzungen in Wien wurde rege diskutiert (Kompromisse, keine verpflichtende Berücksichtigung der RVS, Flächenwidmungen mit 2 m breiten Gehsteigen in Teilen des 16. Bezirks und Nicht-Einhaltung in der Praxis, …). Lösungen im Sinne der menschengerechten Stadt waren ebenfalls ein Thema: Super-Blocks, Einfrieren des Parkpickerls, Aufhebung der Stellplatz-VO, dauerhafte Verlagerung der parkenden Autos von der Oberfläche, Ausbau der Alternativen zum privaten Auto, Ideen von Bürgerinnen und Bürgern an Politik weitergeben – pro Fußgängerzonen, Wohnstraßen ohne parkende Autos, …).


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