© TanteTati auf Pixabay
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Flächennutzung und -versiegelung: ab nun transparent sichtbar

Auf der Website www.flaechenversiegelung.at können ab sofort Daten zur Flächennutzung und Flächenversiegelung auf Gemeindeebene abgerufen werden

Wien - In den letzten Jahren nahm die Diskussion über Flächenverbrauch und Bodenversiegelung an Fahrt auf. Mit dem Informationsportal www.flaechenversiegelung.at möchte KREUTZER FISCHER & PARTNER einen Beitrag zur Objektivierung des Diskurses und zur Einordnung der publizierten Zahlen und Analysen leisten.

Die Staatsfläche Österreichs umfasst 83.883 Quadratkilometer. Im Jahr 2022 wurden nahezu die Hälfte davon (46 Prozent) mit Wäldern (inkl. Forststraßen und Krummholzflächen) bedeckt. Weitere 29 Prozent entfielen auf landwirtschaftliche Flächen und 19 Prozent auf alpines Ödland. Für Gebäude-, Verkehrs-, Freizeit- und Abbauflächen wurden insgesamt 5.833 Quadratkilometer genutzt. Der Anteil der Flächeninanspruchnahme betrug somit sieben Prozent der Staatsfläche. Die Flächeninanspruchnahme ist allerdings nicht gleichzusetzen mit der versiegelten Fläche. Denn als versiegelt gelten Böden nur dann, wenn sie mit einer wasserundurchlässigen Schicht abgedeckt sind. In der Praxis werden daher nur überbaute, zubetonierte oder asphaltierte Flächen gezählt. Zuletzt galten österreichweit insgesamt 2.411 Quadratkilometer oder 41 Prozent der beanspruchten Flächen als versiegelt. Bezogen auf die österreichische Staatsfläche waren dass 2,9 Prozent der Böden. Im Vergleich dazu sind etwa in Deutschland 6,4 Prozent der Landesfläche tatsächlich versiegelt. Allerdings ist in Deutschland ein vergleichsweise größerer Anteil der Staatsfläche potentiell besiedelbar, sodass für einen faireren Vergleich der Dauersiedlungsraum (Landesfläche abzüglich Wälder, Gewässer und Ödland)) herangezogen werden sollte. Doch auch diesbezüglich zeigt sich Österreich „grüner“. Bezogen auf den Dauersiedlungsraum betrug der Versiegelungsgrad in Österreich zuletzt 7,4 Prozent, in Deutschland jedoch 9,8 Prozent.


Artikel Online geschaltet von: / Doris Holler /