© kai Stachowiak - pixabay.com / Wasser
© kai Stachowiak - pixabay.com / Wasser

Zum Schutz von Grundwasser und Gewässer: Hydrographischer Dienst in Wien

125 Jahre Hydrographie in Österreich

Die Grundlage für alle wasserwirtschaftlichen Vorhaben ist die genaue Kenntnis des Wasserkreislaufes. Dieser wird von Niederschlag, Abfluss, Verdunstung und Grundwasserstand bestimmt. Die Hydrographie Österreichs betreibt seit mehr als 100 Jahren ein Messnetz mit dem Ziel, Daten zum Wasserkreislauf in Österreich zur Verfügung zu stellen. In Österreich wurde der Hydrographische Dienst 1893 gegründet und ist seit 1894 tätig.

Betrieben werden die Messnetze in den jeweiligen Bundesländern von den Ländern. In Wien erfolgt dies von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hydrographischen Dienstes in Wien, der in der Fachabteilung Wiener Gewässer beheimatet ist.

Die Aufgaben der Hydrographie

Der Aufgabenbereich der Hydrographie umfasst die flächendeckende Erhebung des Wasserkreislaufes. Beobachtet und gemessen werden Niederschlagsmenge, Luft- und Wassertemperatur, Verdunstung, Wasserstände von Grundwasser, Fließgewässern und stehenden Gewässern sowie der Zu- und Abflüsse.

Die erhobenen Daten kommen zum Beispiel in Einsatz:

* bei allen wasserbaulichen und wasserwirtschaftlichen Projekten
* beim Grundwasser- und Gewässerschutz
* beim Hochwasserschutz
* Steigende Bedeutung der Daten im Zusammenhang mit dem Klimawandel

Detaillierte Auskünfte zu hydrographischen Daten in Wien

In Wien gibt es rund 700 Wiener Grundwasser-Messstellen. An diesen werden von den Expertinnen und Experten der Fachabteilung Wiener Gewässer Grundwasserstände und Grundwassertemperaturen erfasst.

Wasserstand und Temperaturen werden auch den 30 Messstellen an Wiener Gewässern gemessen und ausgewertet. Diese sogenannten Pegelmessstellen sind mit Datensammlern ausgestattet, die eine digitale Aufzeichnung ermöglichen. Die Messstellen befinden sich an den größten stehenden Gewässern Wiens -Neue Donau und Alte Donau - sowie an den größeren Fließgewässer wie z.B. Wienfluss und Liesingbach. Die Donau sowie der Donaukanal liegen in der Zuständigkeit des Bundes und werden von der viadonau kontrolliert.

Der hydrographische Dienst der Abteilung Wiener Gewässer sammelt die Daten in einer eigenen Wiener Datenbank, analysiert sie und stellt sie auf Anfrage allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.

Österreichweit werden die Daten der Messstellen aller Bundesländer jedes Jahr vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus im Hydrographischem Jahrbuch für Österreich veröffentlicht und sind auch auf der elektronischen Plattform eHYD einsehbar.

Info: www.bmnt.gv.at/wasser/wasser-oesterreich


Artikel Online geschalten von: / holler /