© VOR/Paul  Liebhart / Schnellbahn
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Junge Linke: Parlamentarische Bürgerinitiative für Erhalt des Sommertickets

"Angesicht der Klimakatastrophe ist Preisverdopplung ein falsches Signal"

Die Jungen Linken starteten am Sonntag eine parlamentarische Bürgerinitiative für ein wirkliches Sommerticket. Mit dem Slogan "Sommerticket bleibt! Her mit dem ganzen Sommer” setzen sie sich in den nächsten Wochen gegen die von den ÖBB kurzfristig angekündigte deutliche Verteuerung des Jugend-Sommertickets ein. "Statt für die ganzen Schulferien ist das Ticket zum selben Preis nur mehr einen Monat gültig. Das ist unsozial gegenüber jungen Menschen, die sowieso nicht viel Geld verdienen. In Zeiten neuer Hitzerekorde ist es auch das falsche Signal gegen die Klimakatastrophe!”, so Junge Linke Bundessprecher Tobias Schweiger.

Die Initiative ersucht den Nationalrat, der Verdopplung der Kosten für das ÖBB-Sommerticket durch die Einschränkung der Gültigkeitsdauer auf 30 Tage entgegenzuwirken. Eine solche Ausdehnung des Gültigkeitszeitraums soll auch für bereits gekaufte Tickets des Jahres 2019 rückwirkend gelten. "Die Mobilität von jungen Menschen darf nicht eingeschränkt werden. Wer es sich leisten kann, wird mit dieser Verteuerung wohl auf das klimaschädliche Auto zurückgreifen - aber was tun junge Menschen ohne Auto?”, fragt sich Schweiger. Langfristig sei das Ziel, das Sommerticket deutlich günstiger oder sogar gratis zu machen. Ein erster Schritt sei das Ausdehnen der Gültigkeit auch auf die universitären Semesterferien und ein Ende des Preissprungs für alle über 21 Jahre.

In den nächsten Tagen werden die Jungen Linken vor allem an Seen, in Parks und online Unterschriften für die Initiative sammeln. "Für uns ist klar: Klimaschutz muss praktisch, sozial und leistbar sein"€, sagt Schweiger abschließend.


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