© PublicDomainPictures/pixabay
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Energieeffizienteste Gemeinden Österreichs liegen in Vorarlberg

Sieben Vorarlberger Gemeinden mit Bestnote im e5-Programm – Schwerpunkt Bürgerbeteiligung

Dornbirn - Vorarlberg ist Vorreiter im Energie- und Klimaschutz: Am Donnerstagabend erhielten zehn Vorarlberger Gemeinden ihre Zertifizierung im e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden. Die Höchstnote 5 ‘e’ ging an Dornbirn und erstmals auch an Hittisau. Nun kommen sieben von österreichweit dreizehn Kommunen mit der Bestnote aus dem Ländle. Jeweils 4 ‘e’ erhielten Frastanz, Hörbranz, Altach, Bürs und Bregenz. Einen besonderen Schwerpunkt setzen die Gemeinden auf die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger.

Zehn Kommunen haben sich in diesem Jahr erfolgreich an der e5-Zertifizierung für energieeffiziente Gemeinden beteiligt: Hittisau erhielt am Donnerstagabend als siebte Vorarlberger Gemeinde die Höchstnote 5 ‘e’. Die Stadt Dornbirn erhielt die Auszeichnung von 5 ‘e’ zum zweiten Mal in Folge.

Jeweils 4 ‘e’ vergab die Jury an Frastanz, Hörbranz, Altach, Bürs und Bregenz, wobei sich Bürs und die Landeshauptstadt um jeweils ein ‘e’ verbessert haben. Lochau konnte sein Ergebnis bei 2 ‘e’ halten. Mit 2 ‘e’ frisch ins e5-Programm eingestiegen sind die beiden jüngsten Mitglieder Gaißau und Höchst. ‘Obwohl wir die Kriterien im vergangenen Jahr deutlich verschärft haben, konnten alle Gemeinden ihre Wertungen halten oder sogar verbessern’, lobte e5-Programmleiter Karl-Heinz Kaspar vom Energieinstitut Vorarlberg beim e5-Event in Dornbirn.

Unzählige Projekte

Alle vier Jahre prüft eine unabhängige Kommission die energiepolitischen Leistungen der e5-Gemeinden. Unter die Lupe genommen werden die Themen öffentliche Gebäude, Ver- und Entsorgung, Mobilität, Raumplanung, Organisation, Kooperation und Kommunikation. Je nach erreichten Punkten erhalten die Gemeinden zwischen einem und fünf ‘e’.

Das Engagement der e5-Gemeinden ist vielfältig: Herausragende Beispiele für energieeffiziente Bauten sind die Mittelschulen in Bürs und Hörbranz oder der neue Kindergarten Mariahilf in Bregenz. Etwa 330 neue Photovoltaikanlagen wurden installiert. Viele Gemeinden erzeugen einen Teil ihrer Energie selbst: Während die Stadt Dornbirn ihr bestehendes Biomasse-Nahwärmenetz erweiterte, errichtete Bregenz ein neues auf der Fluh. Hörbranz baute ein zweites Trinkwasserkraftkwerk.

e5-Engagement steckt an

Besonders beeindruckt zeigten sich die Juroren von der vorbildlichen Bürgerbeteiligung in vielen Gemeinden. Hittisau – erst seit 2009 e5-Mitglied – punktete etwa mit dem Energiestammtisch, an dem Bürger Ideen für den Alltag austauschen. Daraus entstanden sind ein Reparaturcafé und ein Gemeinschaftsgarten.

Junge Generationen für e5 begeistern: Diesem Ziel haben sich Dornbirn, Hittisau, Höchst, Hörbranz und Lochau im Rahmen von Schulprojekten verschrieben. Allein 75 Dornbirner Schulklassen machten bei der Energieautonomie-Projektwoche mit. Das e5-Programm ist auch auf regionaler Ebene ansteckend: In der Energieregion Vorderwald sensibilisiert das Programm ‘Gut Genug’ die Einwohner für einen nachhaltigen Lebensstil.


Der Obmann des Energieinstitut Vorarlberg, Landesrat Erich Schwärzler, zeigte sich beim e5-Event vom Einsatz aller Beteiligten beeindruckt: ‘Das e5-Programm ist spürbar in der gesamten Bevölkerung angekommen. Den Weg zur Energieautonomie 2050 ebnen die Bürgermeister und Energieteams mit außergewöhnlichem Engagement. Die Bürger der e5-Gemeinden gestaltet diesen verstärkt mit und machen ihn sichtbar. Das hat Vorbildwirkung.’ Schwärzler kündigte an, dass die e5-Familie weiter wachsen wird.

Auch Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser bedankte sich bei den Vertretern der e5-Gemeinden: ‘Die e5-Gemeinden leisten einen wichtigen Beitrag, die Lebensqualität und die Wirtschaft im Land zu sichern. Auf kommunaler Ebene gelingt es den e5-Teams gemeinsam mit den Bürgern auf beeindruckende Weise, mit zahlreichen Aktivitäten die Ziele der Energieautonomie umzusetzen.’

Information: www.energieinstitut.at


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