© HfWU/U.Renner /Die Preisträger: rechts Jurymitglied Gerhard Schmücker, Oliver Ristau, Josephine Bollinger-Kanne, Deike Diening, Christina Schwarze und Professor Dr. Klaus Gourgé
© HfWU/U.Renner /Die Preisträger: rechts Jurymitglied Gerhard Schmücker, Oliver Ristau, Josephine Bollinger-Kanne, Deike Diening, Christina Schwarze und Professor Dr. Klaus Gourgé

Nachhaltige Entwicklung als Thema: Hochschule ehrt Journalisten

Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) vergibt Medienpreis für nachhaltige Entwicklung

Zum vierten Mal vergab die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) den ‘ERM-Medienpreis für nachhaltige Entwicklung’ vergeben. Prämiert wurden journalistische Beiträge, die das Interesse und Verständnis für Fragen der nachhaltigen Entwicklung fördern. Der Medienpreis wird vom Studiengangs Energie- und Ressourcenmanagement (ERM) vergeben und vom Geislinger Albelektrizitätswerk e.G. unterstützt. Die Preise überreichte der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller während der Geislinger Hochschultage.

‘Die Qualität der Arbeiten war auch in diesem Jahr sehr hoch’, so Jurymitglied Professor Dr. Klaus Gourgé.

Der erste Preis ging an Bastian Henrichs für seine Geschichte ‘Einatmen – Ausatmen’, die im Enorm-Magazin erschienen ist. Henrichs portraitiert einen jungen Unternehmer, der mit Hilfe seiner Internet Community Turnschuhe produziert: Modisch der letzte Schrei, aber fair, und nachhaltig hergestellt.

Deike Diening vom Berliner Tagesspiegel und Oliver Ristau, der für das Magazin ZEO2 schreibt, erhielten beide den zweiten Preis. Deike Diening beschreibt in ihrem Beitrag ‘Ein Beet von ihrer Stadt’, wie die Bürger von Andernach in den Genuss von Gemüse kommen, das für jeden zugänglich auf den öffentlichen Flächen in der Stadt angebaut wird. Oliver Ristau schildert in dem Artikel ‘Blut am Blech’ den Kupferabbau in Peru – auf Kosten der Natur und der einheimischen Bevölkerung. Zum anderen beklagt er die mangelnde Transparenz der Verbraucher, vor allen die Automobilindustrie, wenn es um deren Lieferketten bei Rohstoffen geht.

Josephine Bollinger-Kann erhielt für ihren Beitrag ‘Telefonieren mit Prepaid-Strom’ den dritten Preis. Sie schildert in der Technology Review, dass in Ostafrika 95% der Bevölkerung Zugang zu Mobilfunknetzen haben, aber kaum über Stromverbindungen verfügen. Mobile solare Ladestationen sollen dieses Hemmnis aufheben. Bankverkehr, Agrarhandel und Gesundheitsversorgung werden in vielen afrikanischen Ländern über Smartphones abgewickelt.

Zum zweiten Mal vergab die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt einen Sonderpreis im Rahmen des Wettbewerbs. Christina Schwarz aus Ulm ist die Gewinnerin. Sie wurde für das Klima Radio ausgezeichnet, eine tägliche Radio-Rubrik des Senders Radio 7. ‘Wir haben hier nicht einzelne Beiträge sondern ein redaktionelles Gesamtkonzept ausgezeichnet und dies ist uns einen Sonderpreis wert’, so Klaus Gourgé.

Mit dem Medienpreis des Studiengangs Energie- und Ressourcenmanagement (ERM) will die HfWU Medien, Öffentlichkeit und Unternehmen für nachhaltiges Wirtschaften und nachhaltigen Konsum sensibilisieren. Der Wettbewerb ist als Einzelbeitrag für die UN-Dekade ‘Bildung für nachhaltige Entwicklung’ der Vereinten Nationen anerkannt. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Geislinger Hochschultage statt. Die Veranstaltungsreihe führt die HfWU gemeinsam mit der Kreissparkasse Geislingen, dem Hochschulbund und der Stadt Geislingen an der Steige durch.

GastautorIn: Gerhard Schmücker für oekonews.
Artikel Online geschalten von: / holler /