© Tesla Motors- Model S
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Tesla: Elon Musk ist sauer

Tesla und die New York Times streiten - nach einem Testbericht in der New York Times

Wir haben in der oekonews-Redaktion schon unzählige Elektrofahrzeuge getestet: Ein wenig Gefühl gehört dazu, damit wirklich entsprechende Reichweiten erreichbar sind. Elektroautos sind einfach nicht immer 1:1 mit "fossilen" Fahrzeugen austauschbar. Wie wir aus Erfahrung wissen, müssen sie ein wenig anders gefahren werden. Aber größere Strecken sind machbar, wie die von uns mit nur einer Ladung gefahrenen über 450 km mit einem Tesla Roadster zeigten, oder die mehr als 800 innerhalb eines Tages zurückgelegten Kilometer bis zum Hockenheimring, oder unsere Reise von Tallin bis nach Monte Carlo mit dem E-Marathon Race.

Nun hat die Diskussion einen neuen Höhepunkt: Tesla, Hersteller von Elektroautos aus Kalifornien, und die New York Times liefern sich in einigen Foren eine heiße Debatte über einen Testbericht in der New York Times, in dem das Tesla Model S, die Limousine von Tesla, nicht besonders gut weg kommt. Tesla-Chef Elon Musk ist sauer: Er wirft der New York Times eine voreingenommene und falsche Berichterstattung vor. Durch die Ortung des Fahrzeuges während der Fahrt können anscheinend falsche Behauptungen in dem Bericht nachgewiesen werden. Tesla Motors gilt in den USA als der E-Autopionier, das Tesla Model S schlug auf dem Markt ein wie eine Bombe, mit möglicher Reichweite von bis zu 300 Meilen, was rund 480 Kilometern entspricht. Vor kurzem hat man es geschafft, die vorgegebenen Ziele für die Jahresproduktion von 20.000 Stück zu erreichen. In mehrfachen Tests diverser US-Autozeitschriften wurde der Sedan S zum Auto des Jahres gewählt und mehr als 13.500 Vorbestellungen soll es bereits für die Elektrolimousine geben.

Der Testfahrer von der New York Times "strandete" bei einer Fahrt von Washington nach Boston (etwa 650 Kilometer), trotz zahlreich vorhandener ‘Super-Charger" Schnelllade-Stationen mit 480 Volt, die übrigens vorerst kostenfrei benutzt werden können. Ein Problem dürften die tiefen Minus-Temperaturen gewesen sein, eine Sache, die sich immer auf die Reichweite auswirkt. Unsere Meinung: Elektroautofahren braucht ein wenig Gefühl und Übung- es gibt im Gegensatz dazu auch einige Reichweitenrekorde von privaten Teslaeigentümern.

PS: Wir selbst mussten auch schon einmal bei einer langen Fahrt das Tesla Model S für eine halbe Stunde an einer normalen Steckdose zwischenladen, weil es extreme Minusgrade hatte.

Elektroautofahren ist eben ein wenig anders- aber es macht uns immer noch Spaß. Was möglich ist,, zeigt übrigens auch eine österreichische Elektroautofahrerin, die E-Mobil-Pionierin Helga Morocutti- nicht zufällig hat gerade sie einige Spritsparwettbewerbe gewonnen. Hätte der US-Testfahrer eine halbe Stunde Unterricht bei ihr genommen, so wäre er ziemlich sicher an seinem Ziel angekommen.



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