© Rhombergbahntechnik
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Schweiz: Weiterschreiben an der Erfolgsstory des öffentlichen Verkehrs

Die Bahn hat dabei eine wichtige Rolle

Bern- Der Bahn kommt bei der Lösung der Verkehrsprobleme in der Schweiz eine wichtige Rolle zu. Zu diesem Schluss kamen renommierte Expertinnen und Experten am Freitag an einer VCS-Tagung über den öffentlichen Verkehr. Mit über 100 Teilnehmenden war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Eröffnet wurde sie von Bundesrätin Doris Leuthard.

In ihrer Rede betonte Doris Leuthard die Wichtigkeit des öffentlichen Verkehrs für die Schweiz. Trotzdem müssten die verschiedenen Verkehrsträger gleichberechtigt gefördert und die Finanzierung sichergestellt werden, sagte die Verkehrsministerin. VCS-Zentralpräsidentin Franziska Teuscher hob ihrerseits die Bedeutung des öffentlichen Verkehrs für eine nachhaltige Verkehrspolitik hervor. Sie verwies zudem auf die komplexen Verknüpfungen des Verkehrs mit anderen Fragen wie der Standort- und der Steuerpolitik.

Entsprechend breit gefächert waren auch die Tagungsthemen: Renommierte Expertinnen und Experten diskutierten mit den über 100 Teilnehmenden über Aspekte des Mobilitätsverhaltens, der Raumplanung und über Wege, den öffentlichen Verkehr zu fördern.
Mobilitätsexperte Peter de Haan ortete gute Zukunftschancen für den öffentlichen Verkehr. Das Auto verliere an Ansehen und werde zunehmend anders genutzt. Es gebe eine Entwicklung hin zum sparsamen, urbanen Primärauto. Grössere Autos dagegen würden immer öfters gemietet oder im Carsharing benutzt. So biete sich dem öffentlichen Verkehr die Gelegenheit, zum Haupttransportmittel auf längeren Strecken zu werden. Dabei könne die Bahn auch dem Flugverkehr Anteile abspenstig machen.

Eisenbahn ideal für die Agglomerationen

Maria Lezzi, Direktorin des Bundesamts für Raumentwicklung, hob hervor, dass die Bevölkerung in den Agglomerationen in den letzten Jahrzehnten stetig gewachsen sei. Die Verkehrsprobleme akzentuierten sich in diesen Räumen besonders stark. Der öffentliche Verkehr spiele beim Auffangen der steigenden Mobilitätsbedürfnisse eine zentrale Rolle. Nur er sei in der Lage während den Spitzenzeiten entsprechende Kapazitäten anzubieten.

Gute Projekte im öffentlichen Verkehr alleine genügten jedoch nicht, ergänzte Roman Frick, Bereichsleiter Raum und Verkehr beim Forschungs- und Beratungsunternehmen INFRAS. Gefragt seien auch integrierte Lösungen für Verkehrs- und Siedlungspolitik sowie flankierende Massnahmen im Strassenverkehr. Auch müssten die Unternehmen des öffentlichen Verkehrs noch enger koordinieren.

Auch Philippe Gauderon, Leiter Infrastruktur der SBB, machte sich für einen Ausbau des öffentlichen Verkehrs stark. Dazu seien ein gutes Angebot, genügend Rollmaterial, eine gut ausgebaute Schieneninfrastruktur, ein Ausbau der zu eng gewordenen Bahnhöfe und eine sichere Finanzierung notwendig. Die Unternehmen des öffentlichen Verkehrs, die Politik, die Kundschaft und die Verkehrsverbände müssten zusammen arbeiten, um einen nachhaltigen Bahnausbau zu ermöglichen.

Quelle: VCS


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