Nein zu Atomkraft und Ja zu erneuerbaren Energien

Die Solarinitiativen Südbayern trafen sich in München

München- Vom 28. bis 29.01.2011 lud die Arbeitsgemeinschaft Bayrischer Solar-Initiativen (ABSI) zum 18. Jahrestreffen nach Starnberg bei München.
Zentralen Themen waren dabei die Zusammenarbeit mit den bayrischen Windkraftinitiativen und mit Atomkraftwerksgegnern, denn nur gemeinsam ist eine Vollversorgung aus Erneuerbaren Energien möglich. Am Abend gab es einen Festvortrag ‘20 Jahre aufblühen der Erneuerbaren Energien – kommt jetzt die Eiszeit?’

Das Klima unter den Teilnehmenden war unübersehbar gut, die Euphorie über gemeinsam Erreichtes als auch der Ärger über die Laufzeitverlängerung für AKW der deutschen Bundesregierung waren zum Greifen spürbar. Viele Referate und Impulsvorträge prägten die zwei gemeinsamen Tage in Südbayern. Resolutionen wurden verabschiedet und Workshops rundeten die Kontaktmöglichkeiten ab. Außerdem wurde der Entwurf des durch die ABSI erstellten Leitfadens Windkraft vorgestellt.

Die Rednerliste führte von Karl Roth (Landrat Landkreis Starnberg) über Hepp Monatzeder (3.Bürgermeister der Stadt München) bis hin zu Hans-Johann Fell, den ich an dieser Stelle für sein unerbittliches Engagement für die Erneuerbaren Energien hervorheben darf. Ebenso wurde der Bayrische Windatlas erstellt, welcher von ORR Burchard Schütze vom Bayrischen Wirtschaftsministerium vorgestellt wurde. Dieses Referat erntete rege Kritik aus dem Publikum, da nur sehr geringe Forderungen im Bereich Solarenergie bestehen, bzw. die Potentiale bei weitem nicht bekannt sind.

Arno Zengerle, der 1. Bürgermeister der Gemeinde Wimpoldsried, schilderte in seinem Vortrag, wie es durch das tatkräftige Engagement eines Gemeindebürgers möglich war, innerhalb weniger Jahre die Stromproduktion der 2500 Seelengemeinde auf etwa 570% des Eigenverbrauchs zu steigern. Umgesetzt wurde dies zum größten Teil durch Windenergieanlagen, die durch Bürgerbeteiligungen finanziert wurden. Das ist genau aus diesem Grund besonders bemerkenswert.

Bleibenden Eindruck hinterließ auch Bene Müller von der SolarComplex Ag aus der Region Bodensee mit seiner Sichtweise zur Zukunft der Erneuerbaren Energien. Hierbei zeigte er vor allem auf, welche einmalig ökonomischen Argumente für Photovoltaik und Windenergie sprechen. Grid Parity – ‘Netzparität’ ist bei Windkraft schon erreicht und wird bei der Photovoltaik etwa 2013-2015 folgen. Nach diesem Zeitpunkt liegt der Preis für Haushaltsstrom über den Erzeugungskosten für Photovoltaik, was noch einmal die Installationsraten massiv nach oben treiben wird.

Alles in allem überzeugten Hans Wilhelm Knape (Energiewende Landkreis Starnberg e.V.) und sein Team durch die strikte gute Organisation und entsprechende Routine.Genauso positiv bestechend war jedoch das Publikum, das durch sehr großes Interesse auffiel . So blicken wir freudig voraus auf das Jahrestreffen der ABSI im Jahr 2012 in Nordbayern.

GastautorIn: Roland Romano für oekonews.
Artikel Online geschalten von: / holler /