© oekonews- Rudi Hämmerle
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Im Rausch automobiler Geschwindigkeit: Frauen genießen, Männer werden starr

Das ist´s- warum ich den Tesla Roadster so liebe.. Neue Forschungsergebnisse des Kompetenzzentrums Frau und Auto der Hochschule Niederrhein

Wenn Männer im Cockpit eines Buggys Platz nehmen und in einer Auto-Rennsimulation den Formel-1-Parcours von Barcelona angehen, wird auch aus einem computeranimierten Spiel verblüffende Realität: Die Augen sind starr auf den Monitor gerichtet, die Lippen aufeinander gepresst, in den Kurven wird früh abgebremst, um Unfälle zu vermeiden - auch wenn der Computer von vornherein als Sieger fest steht. Frauen erkennen das Spiel viel früher: Sie nehmen eine entspannte Körperhaltung ein, fahren im Durchschnitt schneller als die Männer, lachen häufig während des Rennens und genießen ganz offensichtlich den außergewöhnlichen Speed. Diese geschlechtsspezifischen Unterschiede des Erlebens automobiler Geschwindigkeit ermittelte das Kompetenzzentrum Frau und Auto der Hochschule Niederrhein und leitete daraus Wertangebote für potenzielle Kundinnen und Kunden durch die Automobilindustrie ab.

Ein Buggy, ausgestattet mit Software für eine Renn-Simulation, 56 Frauen und Männer aller Altersgruppen und sieben Master-Studentinnen und -Studenten, die durch Beobachtung und Befragung deren geschlechtsspezifische Unterschiede in Faszination und Emotion bei der Bewältigung eines Formel-1-Parcours ermittelten - das war die Startaufstellung. Am Ende des wissenschaftlichen Parcours' gab es bei zehn Hypothesen Ergebnisse, die Vorurteile teils zu bestätigen, teils zu widerlegen. Beispielsweise beim Wechselspiel zwischen Konzentration und Prestige: Den verzweifelten Anstrengungen der jüngeren männlichen Fahrer zum Trotz konnte das Prestige, als Sieger den Wettbewerb zu beenden und so eine externe hohe Belohnung für fahrerischen Glanz zu erringen, von keinem Teilnehmer erreicht werden. Nach dem Schwenken der Zielflagge gehen Frauen viel weniger selbstkritisch mit sich ins Gericht als die Männer.

Dementsprechend fällt auch das Vergnügen an der Simulation aus: Bei Männern ist es deutlich geringer als bei Frauen. Es kann auch daran liegen, dass sie bereits mehr Erfahrungen mit Renn-Simulation als Frauen haben und ihre Anforderungen deshalb höher liegen. Gerade bei jüngeren Fahrern ist jedoch auch Freude darüber feststellbar, komplexe Renn-Situationen fahrerisch gemeistert zu haben. Und auch bei dem Wunsch, ein dem virtuell gesteuerten Boliden vergleichbares Fahrzeug selbst zu besitzen, unterscheiden sie sich signifikant von Frauen und älteren Geschlechtsgenossen.

Nun habe ich auch wissenschaftlich meine persönlichen Erfahrungen bestätigt: bei einer Fahrt am Salzburgring mit einem Tesla-Roadster Sport, als Beifahrerin von Ex-Formel-1-Pilot Heinz-Harald Frentzen hatte ich deutlich mehr Spaß als die meisten der männlichen Journalistenkollegen- diese wurden sehr oft "starr"...

Erfreulich, dass ich den Sprint des Tesla Roadster von Null auf Hundert bereits mehrmals selbst genießen konnte- mit ökologisch reinem Gewissen ;-)


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