Erneuerbare Energien sind die Zukunft!

Heizkosten senken mit Solarenergie und Biomasse

Salzburg - Gerade dort, wo Aufwendungen für Heizung und Warmwasser sehr hoch sind, also in Tourismusbetrieben, Heimen und Spitälern, sind Solarenergie und Biomasse ökologische und wirtschaftlich interessante Alternativen zu Öl und Gas. Das zeigte die Veranstaltungsreihe ‘Erneuerbare Energie für Tourismusbetriebe, Heime und Spitäler’.

Die Gaskrise, das Auf und Ab der Ölpreise und die Klimaproblematik machen ein Umdenken notwendig. Es sind Lösungen gefragt, die sowohl Energie als auch Geld sparen und mehr Unabhängigkeit bringen – Erneuerbare Energien sind die Zukunft!
Aus diesem Grund startete das Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen (SIR) gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern (Wirtschaftskammer Salzburg, Umwelt.Service.Salzburg, klima:aktiv-Programme ‘holzwärme’ und ‘solarwärme’) heuer bereits zum vierten Mal die Veranstaltungsreihe ‘Erneuerbare Energie für Tourismusbetriebe, Heime und Spitäler’.

Vorzeigebetriebe in Salzburg

Als ideale Veranstaltungsorte für die drei Infoabende wurden Musterbetriebe gefunden, die bereits erfolgreich von fossilen Energieträgern auf Solarenergie und Biomasse umgestellt haben, wie z.B. der Martinerhof in St. Martin am Tennengebirge. Die Wärmeversorgung des Hotels erfolgt seit 4 Jahren statt mit Öl mittels eines Biomasse-Mikronetzes. Eine 300 kW-Hackschnitzelanlage erzeugt Wärme für Hotel, Landhaus und einen benachbarten Bauernhof. Ebenso wurde das Hotel Auhof in Kaprun im vorigen Jahr umgebaut und saniert sowie die Heizanlage mittels Erdwärme, Solarenergie und Wärmerückgewinnung auf Vordermann gebracht. Als dritter Veranstaltungsort konnte das Werkschulheim Felbertal in Ebenau gewonnen werden – eine Vorzeigeschule, was Umweltbewusstsein und Ökologie betrifft. 2004 wurde das bestehende Wärmeverteilnetz, das alle 18 Schul- bzw. Internatsgebäude verbindet, saniert und der Energieträger von Öl auf Biomasse gewechselt. Mit der zusätzlichen Einbindung einer Solaranlage konnten die jährlichen Brennstoffkosten um ca. 50 % reduziert werden. Außerdem werden sukzessive sämtliche Internatsgebäude thermisch saniert. Weiters erhielt das Werkschulheim für die erfolgreiche Vermeidung von Abfall durch moderne Handtrocknungssysteme und Getränkespender im Februar 2009 den Umwelt.Service.Salzburg-Preis.

Beratungsmöglichkeiten und Förderung

Derzeit fördern die Kommunalkredit Public Consulting und das Land Salzburg die Nutzung von erneuerbaren Energieträgern und die energetische Sanierung der Gebäudehülle mit bis zu 40 % der Investitionskosten. Um einen möglichst hohen Fördersatz lukrieren zu können ist die Unterstützung von Experten hilfreich. Das Umwelt.Service.Salzburg bietet Betrieben verschiedenste Beratungen an, von Abfall-, Energie- bis zur Mobilitätsberatung, unterstützt bei der Entscheidungsfindung und hilft bei der Förderabwicklung. Mehr Informationen erhält man unter www.umweltservicesalzburg.at oder Tel: 0662/8888-438.

Weitere wichtige Adressen:

solarwärme Info-Hotline: 03112 588612


holzwärme-Infohotline: 04242 23224-22


SIR – Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen
DI Monika Bischof
Schillerstraße 25
5020 Salzburg
Tel.: 0662/623455-0

GastautorIn: DI (FH) Monika Bischof für oekonews.
Artikel Online geschalten von: / holler /