Neue revolutionierende Entwicklung bei Lithium-Ionen-Batterie-Technologie

Der Durchbruch bei der Speichertechnologie scheint zu kommen - mit Nanostruktur

Das holländische Unternehmen OGRON BV hat, so Prof. Dr. Dr. h.c. Joop Schoonman von der Technischen Universität Delft, den schon oftmals angekündigten Durchbruch bei der Speichertechnologie erzielt: möglich ist dies durch die erstmalige Anwendung eines bekannten Beschichtungsverfahrens bei der Herstellung von Kathoden und Anoden für die wiederaufladbare Lithium-Batterie. Blitzschnell, langlebig (30 Jahre und mehr), ohne thermische Einschränkungen beim Laden/Entladen, keine Belastung der Umwelt durch Prozesslösungsmittel, 100% sicher und dazu noch preiswert. Sämtliche Probleme der bekannten Speichertechnologien sollen durch das neue Verfahren beseitigt zu sein. Schoonman erklärt, dass die Aktivmaterialien direkt, ohne weitere Zusatzmaterialien auf die Kollektorfolie thermisch beschichtet werden und so zu einer Einheit verbunden werden. Zur Anwendung kommen sämtliche Übergangsmetalloxyde, Lithium Titaniumoxide, Lithium Metal Phosphate (Olivine), z.B. Lithium Iron Phosphate, und Silicate.

Beim Thermischen Spritzen wird ein Gas, z.B. Stickstoff, auf extrem hohe Geschwindigkeiten beschleunigt. Danach wird das gewünschte Material in Pulverform zugeführt. Die Spritzpartikel treffen dadurch mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit auf die Kollektorfolie auf und bilden durch die enorme kinetische Energie eine dichte, festhaftende Schicht in Nanostruktur. Die entstandenen Schichteigenschaften unterscheiden sich vom Ausgangsmaterial nicht. Am Beispiel einer Kathodenschicht wird dadurch eine drastische Verbesserung der elektrischen Leitfähigkeit erreicht.

Die Technische Universität Delft hat den Erfinder, und ehemals Gründer der Gaia Akkumulatorenwerke, Dr. h.c. Franz W. Winterberg, bereits seit 1995 begleitet und hat auch diese bahnbrechende Entwicklung wissenschaftlich betreut.

Die OGRON BV plant, so OGRON-Geschäftsführer Henny Wiggers, anlässlich des 5th International Symposium on Large Lithium Ion Battery Technology and Application (LLIBTA) das von 8.-10. Juni in Kalifornien stattfindet, einen normalen PKW als Elektroauto mit einer 70 kWh Batterie auszurüsten. Der Elektrowagen soll damit eine Reichweite von ca. 500 km erhalten, die dann in max. 5 Minuten aufgeladen werden kann. Wiggers plant, auf der Konferenz auch mit Batterieherstellern und Investoren Gespräche zu führen. Er betont, dass man mit dem Verfahren auch Starterbatterien weit preiswerter als Lithium-Batterien herstellen kann und als es heute mit Blei möglich ist. Für das neue Verfahren sind bereits internationale Patente beantragt.

Weitere Info: OGRON BV



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