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Benzin und Diesel werden unbezahlbar

Fahrradinitiative DINAMO rädt, "aussteigen und aufsteigen!" - mit praktischen Tipps

Die Treibstoffpreise explodieren, weil die Erdöl-Förderung an der Spitze angelangt ist. Das nährt die Spekulation und treibt den Preis.

Die Regierung kann nichts dagegen unternemen. Sobald das Angebot geringfügig weniger wird und die Nachfrage weiter rasant steigt, wird sich Treibstoff weiter verteuern. Erdöl-Lager sind zwar noch vorhanden, deren Ausbeutung wird aber immer teurer.

Was tun?

Je nach Betroffenheit und Bereitschaft zu Veränderungen gibt es unterschiedliche hervorragende Lösungen:

1. Benzin-Süchtigen kann nur schwer geholfen werden

Sie müssen zur Selbsterkenntnis gelangen. Wer heutzutage noch immer 900 m mit dem Auto zur Arbeit, einkaufen oder ins Kino fährt, braucht vermutlich eine persönliche Beratung. Reale Beispiele: ein Chef eines öffentlichen Verkehrsbetriebes, die Sekretärin aus einem Büro einer Privatfirma, ein Stadtrat, die Krankenschwester im Landesklinikum, die Versicherungsangestellte, die Geschäftsfrau, der Oberstufen-Schüler etc. Es sind bedauernswerte Menschen aus allen Berufen und allen Einkommensschichten. Lassen wir sie nicht allein mit ihrem Problem. Sprechen wir sie darauf an!

2. Arbeits-PendlerInnen die weite Wege zurücklegen wollen oder müssen, haben Alternativen:

Öffis nutzen können mehr PendlerInnen als sie selbst glauben. Viele kennen noch immer keinen Bahnhof von innen. Fahrpläne anfordern und lesen lernen sind die ersten Schritte zum umweltverträglichen öffentlichen Verkehr. Beachten Sie, wieviel Geld Sie mit den Öffis sparen können. DINAMo fordert aktive Verkehrsberatungszentren an jedem Bahnhof!

Bürgerinitiativen für mehr Öffis gründen, sofern keine Öffis vorhanden sind, damit die PolitikerInnen unter Druck kommen. Bisher wurde alles getan, damit der teure Autoverkehr nahezu zur Pflicht wird. Wir brauchen regelmäßige attraktive Öffis Tag und Nacht!

Elektro-Scooter nutzen kann in der warmen Jahreszeit für Arbeitswege von 5-20 km eine sehr kostengünstige Alternative sein. Die ‘Treibstoffkosten’ liegen bei 50 Cent/100 km. Alle 2-3 Jahre ist der Akku zu erneuern. Die Anschaffungskosten liegen je nach Type bei 1700 bis 2200 €. Das Land NÖ gibt dann noch 300 € Förderung auf die Hand. E-Scooter sind der erste Schritt zur Umstellung auf E-Autos. Wir werden hier eine technische Revolution durchmachen. Jede Steckdose ist eine Tankstelle - am besten mit Ökostrom.

Fahrgemeinschaften bilden hat sich noch viel zu wenig herumgesprochen. Das reduziert Ihre Treibstoffkosten auf 50% oder mehr.

3. 100% Treibstoffkosten sparen Sie beim Alltagsverkehr

wenn Sie im Ort auf das Fahrrad steigen oder zu Fuß gehen. Heulen und Zähneknirschen ist vorbei! Gleichzeitig entdecken Sie die Stadt, treffen Bekannte und tun Sie was für Ihre Gesundheit. Jede/r sollte 2 Fahrräder besitzen: Ein schönes Fahrrad für den Alltag und für den Sonntagsausflug und ein billiges, eventuell altes Fahrrad für lange Abstellzeiten am Bahnhof. Ein gutes Fahrrad-Schloß ist Pflicht! Betriebe sollten ihren MitarbeiterInnen ein Fahrrad leihen. Jeder Betriebsrat braucht ein Betriebsrad! Fordern Sie gesetzlich vorgeschriebene, sichere und beleuchtete Fahrradabstellanlagen vor jedem Eingang eines Hauses, in denen es mehrere Wohnungen gibt.

4. Strafen Sie jene PolitikerInnen die noch immer Ihr wertvolles Steuergeld für sinnlose Autostrukturen ausgeben und beim Radverkehr und bei den Öffis sparen

Fallen Sie nicht auf die billigen PR-Schmähs herein: Heute sitzt der Politker für den Fotografen auf dem Fahrrad oder er schenkt Ihnen lächelnd eine Rad-Klingel, morgen plant er die teure Hauptplatz-Auto-Tiefgarage, an der noch Ihre Enkelkinder zahlen müssen.

5. Trennen wir uns von Ölscheichs und Spekulanten und ihren politischen Helferleins.

Fordern Sie die Energie-Wende! Wir können uns selbst mit Energie versorgen - sowohl für den Verkehr als auch für Industrie, Handel, Heizung und Kühlung. Verlangen Sie das von Ihren PolitikerInnen, die von Ihnen gewählt werden wollen.



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Weitere Infos: DINAMo
GastautorIn: Karl Zauner für oekonews.
Artikel Online geschaltet von: / Lukas Pawek /